Mettauertal/Villigen
Der Geissberg wird zum OL-Mekka mit 1500 Läuferinnen und Läufer

Im Frühjahr 2022 soll oberhalb von Mettauertal/Villigen ein Orientierungslauf mit rund 1500 Teilnehmenden stattfinden.

Nadine Böni
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Rund 1500 Läuferinnen und Läufer aus der ganzen Schweiz werden in verschiedenen Kategorien teilnehmen.

Rund 1500 Läuferinnen und Läufer aus der ganzen Schweiz werden in verschiedenen Kategorien teilnehmen.

zvg

Der Geissberg oberhalb von Mettauertal/Villigen wird im Frühjahr 2022 zum Mekka der Schweizer Orientierungslaufszene. Am 20. März soll in den Waldgebieten Hottwilerhorn, Villiger Geissberg und Tüeliboden der erste nationale Langdistanz Orientierungslauf in der Saison 2022 stattfinden. Ein entsprechendes Bewilligungsgesuch liegt auf den Gemeindekanzleien Mettauertal, Villigen, Remigen und Mandach auf.

Rund 1500 Läuferinnen und Läufer aus der ganzen Schweiz werden in den verschiedenen Kategorien am geplanten Orientierungslauf teilnehmen. Darunter wohl auch einige Schweizer Cracks wie der Fricktaler Matthias Kyburz. «Die genaue Startliste wird natürlich erst einige Wochen vor dem Lauf bekannt, aber wir sind zuversichtlich, dass wir Topläuferinnen und -läufer begrüssen dürfen», sagt Roland Hunziker, Co-Laufleiter bei der OL-Gruppe Cordoba. Sie organisiert den Event.

Der Geissberg ist dabei kein Neuland für die OL-Szene. Der letzte nationale Wettlauf allerdings fand hier 1986 statt, anschliessend noch einzelne kleinere und einige regionale Läufe. «Seit sicher zehn Jahren wurde in diesem Gebiet kein OL mehr durchgeführt», sagt Hunziker. Er ist ehrlich: «Aus Sicht eines Läufers gibt es sicher technisch interessantere OL-Gebiete. Wir sind aber sicher, dass das Bahnlegerteam attraktive Strecken wird ausstecken können.»

Für den Lauf wird eigens eine neue spezielle topografische OL-Karte im Massstab 1:10000 angefertigt. «Die bestehenden Karten von vergangenen Läufen sind veraltet», sagt Hunziker. OL-Karten könnten jeweils nur wenige Jahre gebraucht werden, dann gäbe es zu viele Veränderungen in der Landschaft. Im Wald beispielsweise mehr unpassierbare Brombeerstauden oder empfindliches Jungholz. «Beim Geissberg müssen wir daneben beachten, dass der Steinbruch Gabenchopf bei Villigen grösser geworden ist», so Hunziker.

Weitere Details würden nach Bewilligung des Laufs in Zusammenarbeit mit den örtlichen Forstbetrieben und Jagdgesellschaften ausgearbeitet. So können auch allfällige Naturschutzgebiete oder Rückzugszonen für das Wild definiert und in die Karte aufgenommen werden. «Sie dürfen von den Läuferinnen und Läufern während des Wettkampfs nicht betreten werden», erklärt Hunziker. Übrigens: Ist der genaue Laufperimeter definiert, wird er bekannt gegeben – und gilt ab dann als Sperrzone für die Teilnehmer. «So wird verhindert, dass sich Läuferinnen und Läufer mit Trainings vor Ort einen Vorteil verschaffen können.»

Das Wettlaufzentrum wird in Villigen stationiert sein

Die Ausarbeitung der Karte ist Teil der Vorbereitung für den Event. Daneben gilt es für die Organisatoren auch, einige logistische Herausforderungen zu bewältigen. «Wir müssen genügend Garderoben für die Läuferinnen und Läufer zur Verfügung stellen sowie ein Verpflegungsangebot organisieren», sagt Hunziker. Klar ist schon jetzt: Das Wettkampfzentrum samt Anmeldung und Garderoben wird in Villigen stationiert sein. In der «Trotte», einem Veranstaltungsraum in Villigen, wird die Festbeiz eingerichtet. Ein Startbereich wird direkt auf dem Geissberg vorgesehen, ein anderer im Gebiet Tüeliboden. Dies, um die Laufdistanzen für die verschiedenen Kategorien zu gewährleisten.

«Wir sind gut im Zeitplan. Die Planungsarbeiten sind weit fortgeschritten», sagt Roland Hunziker, der zusammen mit Fredy Bill die Laufleitung übernommen hat. In den nächsten Wochen und Monaten würden nun unter anderem die verbliebenen Posten im Organisationskomitee besetzt und die Sitzungen mit den Forstbetrieben und Jagdgesellschaften abgehalten. Hunziker ist voller Vorfreude: «Die Organisation eines so grossen Events ist eine Herausforderung. Wir freuen uns darauf.»