Trotzdem: Kyburz ist zufrieden mit dem Start in die Wettkampf-Woche. Im Interview erklärt er, was die Ziele für die weiteren Rennen sind – und wie er endlich das erste WM-Edelmetall im Wald holen will. 

Silber im ersten Rennen. War das für Sie der perfekte Start in die WM-Woche?

Das war es tatsächlich fast. Von der Leistung her kann ich zufrieden sein, der Lauf ist mir gut gelungen. Wenn du nur drei Sekunden auf den Sieger verlierst, hast du nicht viel falsch gemacht. Aber im Nachhinein sind mir ein paar Möglich-keiten aufgefallen, wo ich die drei Sekunden hätte herauslaufen können. Im Sprint braucht es halt extrem wenig, es entscheiden ein paar Sekunden. Trotzdem: Ich bin zufrieden.

Wie viel Selbstvertrauen nehmen Sie nun in die weiteren Rennen mit?

Der Wunschstart ist gelungen mit der Medaille im Sprint. Das gibt natürlich ein gewisses Selbstvertrauen. Der Sprint ist nach wie vor meine stärkste Disziplin. Wenn es hier nicht gut läuft, dann fehlt in den anderen Wettkämpfen manchmal die Lockerheit. Jetzt aber kann ich sie etwas unbeschwerter angehen.

Ein grosses Ziel ist das erste WM-Edelmetall im Wald – etwas das in ihrer grossen Sammlung an Titeln noch fehlt. Sind Sie entsprechend nervös?

Eigentlich nicht, im Sprint bin ich jeweils nervöser. Ich versuche, gleich an diese Rennen heran zu gehen, wie an alle
anderen auch.

Wie sehen Ihre Erwartungen aus?

Im Sprint macht das Gelände – also ob der Lauf in der Stadt oder in der Natur stattfindet – kaum einen Unterschied. Über die weiteren Distanzen sind die Nordländer in der Natur sehr stark. Aber ich habe insgesamt sieben Wochen in Schweden trainiert. Die EM-Medaillen vom Frühjahr geben mir ausserdem Mumm. Es braucht eine Topleistung. Aber ich weiss: Wenn mir diese gelingt, laufe ich weit nach vorne.