Frick

Der frisch präparierte Saurierschädel kommt nun ins Museum

Die Baggerarbeiten legen den ersten Teil der Saurier frei. zvg

Die Baggerarbeiten legen den ersten Teil der Saurier frei. zvg

Der im Herbst in der Fricker Tongrube Gruhalde gefundene Saurierkopf ist fertig präpariert und im Sauriermuseum ausgestellt. Dass der Kopf nicht zusammengedrückt ist, macht ihn zu einem herausragenden Fund.

Das letzte Jahr 2013 war für das Sauriermuseum Frick ein ergiebiges. Während der Ausgrabungen im Sommer und Herbst ist man in der Tongrube Gruhalde auf die Reste von sechs Dinosauriern gestossen. Das Prunkstück unter den Funden ist ein gut erhaltener Saurierschädel. Seit Kurzem ist das Fundstück, fertig präpariert, im Sauriermuseum ausgestellt.

Solche Ausgrabungen, wie jene von letztem Sommer und Herbst finden jedes Jahr statt. Dieses Jahr waren es rund zwei bis acht Personen, die sich während zwölf Wochen den Überbleibsel aus längst vergangener Welt widmeten. Unter der Leitung des bekannten Schweizer Paläontologen Ben Pabst beteiligen sich nebst Mitgliedern des Geologisch-Paläontologischen Arbeitskreises Frick auch Freiwillige an der Suche nach Überresten von Sauriern.

Andrea Oettl ist seit Anfang dieses Jahres Museumsleiterin. Sie sagt: «Mitte Mai begann die Prospektion. Mit einem Bagger wurde in der obersten Saurierschicht gearbeitet und entdeckte an sechs Stellen Knochen.» Danach habe man an diesen sechs Stellen von Hand weitergearbeitet und die Knochen freigelegt.

Dreidimensionaler Schädel

Von den sechs Dinosaurierresten wurden vier ausgegraben und zwei liegen gelassen. «Sie waren zu schlecht erhalten, als dass sich die Ausgrabung gelohnt hätte», so Oettl. Alle Knochen stammen von Plateosaurier. Bei einem sei man auf sehr vollständige Halswirbel gestossen, nur der Kopf habe noch gefehlt. Als das Ausgrabungsteam dann auf einen grossen Steinklotz stiess, dachten sie sich, dass es gut möglich sei, dass da drin der gesuchte Kopf verborgen ist. Sie machten sich an die Arbeit und bearbeiteten den Steinklotz vorsichtig. In seinem Innern stiessen sie dann auf das, was sie sich erhofft hatten.

«Im Vergleich zu dem, was sonst im Fricktal gefunden wird, ist dieser Dinosaurierschädel sehr gut erhalten», so Oettl. Er hat eine Länge von 30 bis 40 Zentimetern und seine Form ist nicht zusammengedrückt, sondern noch dreidimensional erhalten, was den Fund herausragend macht. Darum interessiert sich auch die Universität Zürich für die Knochen. Zu einem späteren Zeitpunkt soll der Schädel dorthin verlegt werden, damit man ihn näher untersuchen kann.

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