Eiken
Der Friedhof ist nicht nur ein Ort von Trauer und Vergänglichkeit

An Allerheiligen wurde der neu gestaltete Friedhof in Eiken mit einem ökumenischen Gottesdienst und einer kleinen Feier .eingweiht. Gestaltet wurde die Feierunter anderem von den Seelsorgern Verena Salvisberg und Alexander Pasalidi.

Ingrid Arndt
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Der Tod gehöre untrennbar zum Leben und so sei ein Friedhof nicht nur ein Ort von Trauer und Vergänglichkeit, sondern auch eine Stätte vieler schöner Erinnerungen und Hoffnungen. Es sei ein Platz von Begegnungen mit den Verstorbenen, denen dort als letzen Liebesdienst noch einmal besondere Wertschätzung entgegengebracht werden kann. Diese Aussagen stellten Pfarrerin Verena Salvisberg, reformierte Kirchgemeinde, sowie Alexander Pasalidi, römisch-katholische Kirchengemeinde, in den Mittelpunkt ihrer Betrachtungen anlässlich des ökumenischen Gottesdienst und der Einweihungsfeier des neu gestalteten Friedhofes in Eiken an Allerheiligen.

Als Vertreter der politischen Gemeinde sprach Guido Schmidli, der das sehr gelungene Umgestaltungsprojekt lobte und erläuterte. Seit den ersten Beerdigungen auf diesem Gottesacker im Jahr 1823 hat sich zum einem viel verändert, eine langfristige Bestattungsmöglichkeit musste sichergestellt werden, aber auch dringende Sanierungsmassnahmen standen an.

Barrierefreie Anlage

2010 fiel der Startschuss, die Leitung dafür hatte Landschaftsarchitekt Felix Wegmann. Nachhaltig ökologisch war bei diesem Projekt sein Ziel. Das Ergebnis ist eine grosszügige, parkähnlich lichte und für jedermann gut begehbare Anlage. Wichtig dabei war das Anheben des Grabfeldes und der Zufahrt. Die im Laufe der letzten beiden Jahrhunderten entstandene Steilheit konnte damit ausgeglichen werden. Die Wege zu allen Gräbern sind ohne Probleme zu erreichen, Barrieren für Menschen mit Behinderung gibt es nicht mehr. So ist auch für die Gemeindebedienstete die Bewirtschaftung einfacher geworden.

Weiter wurden die baufällige Friedhofsmauer auf der Seite der Kantonsstrasse und die Wegeerschliessung Nord entlang der Stützmauer neu hochgezogen. Treppen sind nun nicht mehr erforderlich. Des Weiteren bekam die Urnenwand eine Überdachung und ein Sitz-und Ruheplatz entstand.

«Die Bestattungskultur ist im Wandel, die Vielfalt wird ständig grösser» betonte Gemeinderatsvertreter Schmidli. Dem habe man Rechnung getragen mit dem ganz neuen Angebot der Plattengräber für Urnenbeisetzungen mit der Möglichkeit, die Grabplatten ganz individuell zu gestalten.

Die Einweihung fand grosses Interesse, viele waren gekommen, tauschten sich im Anschluss aus bei einem Apéro im Gemeindesaal aus.