Mumpf

Der Feuerwehrverband Bezirk Rheinfelden lässt nichts anbrennen

60 Jahre Feuerwehrverband Bezirk Rheinfelden: Vorstandstisch mit Beat Kreienbühl, Claude Furer, Philippe Vuillaume, Andy Bussinger, Patricia Käser und dem zurückgetretenen Rainer Porschien. – Foto: pro

60 Jahre Feuerwehrverband Bezirk Rheinfelden: Vorstandstisch mit Beat Kreienbühl, Claude Furer, Philippe Vuillaume, Andy Bussinger, Patricia Käser und dem zurückgetretenen Rainer Porschien. – Foto: pro

Auch nach 60 Verbandsjahren und in der stark veränderten Feuerwehrlandschaft sieht der Feuerwehrverband Bezirk Rheinfelden sein besonderes Wirkungsfeld. Seine Stärke ist die Nähe zum Geschehen im Bezirk.

Auch nach 60 Verbandsjahren und in der stark veränderten Feuerwehrlandschaft sieht der Feuerwehrverband Bezirk Rheinfelden infolge seiner Nähe zum Geschehen seine Stärke und sein besonderes Wirkungsfeld. «Gewaltige Veränderungen starteten vor 15 Jahren mit den Rationalisierungs- und Restrukturierungsmassnahmen, welche in vielen Feuerwehren grosse Diskussionen auslösten und als von oben herab verordnet empfunden wurden», erinnert sich Hansjörg Steiner, der 18 Jahre lang als Vizepräsident im Feuerwehrverband Bezirk Rheinfelden (FVBR) wirkte.

Der FVBR erinnerte an der Delegiertenversammlung in Mumpf an sein 60-jähriges Bestehen und hielt auch Rückschau. Gerade in der Zeit der immer grösser werdenden Organisationsstrukturen, der Zusammenlegungen und Rationalisierungen habe der Verband eine noch wichtigere Funktion und seine Daseinsberechtigung, betonte Andy Bussinger, der sechste Präsident der Organisation. «Wir sind auf Bezirksebene am nächsten bei den örtlichen Organisationen und am Geschehen, wir kennen die Leute und auch die Probleme», meinte er.

«Ausgleich zu Grossgebilden»

«Wir sind der Ausgleich zu den anonymen Grossgebilden», fügte Andy Bussinger an, und: «Es funktioniert nur, wenn ich meinen Nachbarn kenne, mit dem ich in Krisen zusammenarbeiten soll», betonte der Kommandant der Organisation Unteres Fischingertal, der seit 21 Jahren Profi-Feuerwehrmann in Basel ist. «Wir sind keine Heiligen oder Helden, sondern Menschen, die auch Fehler machen und Gefühle zeigen», hielt er fest. Er forderte in seinem sehr persönlich gehaltenen Jahresbericht aber auch «ein wenig mehr Verständnis». Vielmals komme der Eindruck auf, die Feuerwehr sei ein reiner Dienstleistungsbetrieb, anstelle einer Rettungsorganisation.

Den Hebel will der Verband verstärkt bei den Jugendlichen ansetzen, deren Interesse schon früh geweckt werden soll. Ein erstes Zeichen setzte er mit der Übergabe eines Cheques an Patrick de Bona, dem Leiter der Jugendfeuerwehr Rheinfelden und Umgebung.

Der Verband ist besonders engagiert in der Durchführung der zweitägigen Einführungskurse im Bezirk, wo versierte Klassenlehrer aus den Feuerwehrorganisationen mitwirken. 80 Teilnehmer erhielten den ersten Schliff im beendeten Verbandsjahr. Roland Ciapponi aus Rheinfelden wurde neu in den Vorstand gewählt. Er ersetzt Rainer Porschien, der nach 7 Jahren Vorstandstätigkeit zurücktrat und für sein grosses Engagement bis auf schweizerischer Ebene zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Andy Bussinger, Patricia Käser, Beat Kreienbühl, Claude Furer und Philippe Vuillaume wurden bei den Vorstandswahlen bestätigt. «Wir lassen nichts anbrennen», verkündet die Aufschrift auf der Grillschürze, welche alle Gäste als Jubiläumsgeschenk erhielten.

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