Fussball
Der FC Wallbach startet die Offensive

Der FC Wallbach will auf dem Sportplatz Buhnacker ein Klubhaus mit Garderoben und Beizli bauen. Das Vorhaben des Vereins soll ein Mehrwert für die ganze Gemeinde bringen.

Nadine Böni
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Alfons Kaufmann auf dem Sportplatz Buhnacker. Hier will der FC Wallbach ein Klubhaus bauen. Nadine Böni

Alfons Kaufmann auf dem Sportplatz Buhnacker. Hier will der FC Wallbach ein Klubhaus bauen. Nadine Böni

Nadine Böni

Der FC Wallbach hat einen Traum. Und für einmal ist dieser nicht sportlicher Natur. Die erste Mannschaft ist mit vier Siegen aus vier Spielen zwar stark in die Saison gestartet und führt die Tabelle der 3. Liga an, aber der Traum hat nichts mit einem allfälligen Aufstieg zu tun. Ein Klubhaus soll es sein, auf dem Sportplatz Buhnacker.

Eine Vereinsbeiz, Garderoben und Duschen gibt es auf dem Sportplatz bis jetzt keine. Die Mannschaften nutzen die Räumlichkeiten im Schulhaus Sandgrube, einige Minuten Fussmarsch vom Sportplatz entfernt.

Im vergangenen Sommer wurde der Platz Buhnacker von der Gemeinde unter anderem mit einer neuen Flutlichtanlage für die 3. Liga aufgerüstet. In diesem Sommer baute der Verein zudem einen kleinen Unterstand für die Zuschauer.

Verein trägt Kosten mit

«Während der Vorbereitungen für die Sanierung entstand die Idee für das Klubhaus», sagt Alfons Kaufmann, Mitglied der Sportplatz-Kommission. Inzwischen ist aus der Idee ein konkretes Projekt geworden. Anfang Woche stellten die FCW-Verantwortlichen dieses dem Gemeinderat vor.

1,8 Millionen Franken würde das Klubhaus nach Schätzungen des Vereins kosten. Auf insgesamt drei Geschossen soll es Platz für vier Mannschaftsgarderoben mit Duschen und Schiedsrichter-Garderoben (Parterre), ein öffentliches Restaurant mit Terrasse (1. Stock) sowie Material- und Waschräume (Erdgeschoss) bieten.

Rund einen Drittel der Kosten will der Verein durch Eigenleistung, Sponsoren und Fremdfinanzierung selber einschiessen. Vom Sport-Toto-Fonds könne ausserdem eine Beteiligung erwartet werden, sagt Kaufmann. Für die Gemeinde bliebe demnach ein Betrag von rund einer Million Franken. «Das ist sowohl für die Gemeinde als auch für den Verein eine beträchtliche Investition», ist sich Kaufmann bewusst. «Aber es ist eine Investition in die Zukunft.»

Kaufmann ist überzeugt, dass die Vorteile überwiegen, und zählt gleich auf: «Die Räumlichkeiten im Schulhaus würden entlastet, die Geräteräume und Anlagen stünden auch anderen Vereinen zur Mitbenutzung zur Verfügung, das Vereinslokal könnte als Dorfrestaurant genutzt werden und die Jugend im Dorf hätte einen Treffpunkt.»

Kredit im nächsten Sommer?

In den kommenden Wochen wird der Gemeinderat nun über das Projekt beraten. An der Herbstgemeinde möchte der FC Wallbach seine Idee der Bevölkerung vorstellen. Geht alles nach Plan könnte ein Kredit an die Sommergemeinde 2016 kommen. Und dann – eine Eröffnung auf die Saison 2017/2018. «Das wäre traumhaft», sagt Kaufmann.

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