Das Interreg-Projekt Erlebnisraum Hochrhein (ERH), das im Herbst 2009 begonnen hat, wird Ende Jahr abgeschlossen. Die grenzüberschreitende, touristische Zusammenarbeit am Hochrhein soll aber weitergeführt werden.

Standortbestimmung im Tourismus

In dem Projekt geht es um die Vornahme einer Standortbestimmung des Tourismus am Hochrhein, um die Kommunikation auch grenzüberschreitend und um die Verbesserung der touristischen Angebote.

Von Frank Leichsenring, Leiter der Geschäftsstelle Erlebnisraum Hochrhein, war über das Geschehen im auslaufenen Projektjahr einiges zu erfahren. Im Bereich Wassertourismus wurden regionale Workshops durchgeführt, um konkrete Angebote auf den Weg zu bringen und eine Tourismusschulung veranstaltet. Erstmals überhaupt für die gesamte Hochrhein-Region konnten touristische Kennzahlen und Zahlen zur Wertschöpfung errechnet werden, welche die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus am Hochrhein belegen.

Gemeinsamer Ferien- und Freizeitführer

Im Bereich Informationsmaterial konnte ein grenzüberschreitender Ferien- und Freizeitführer (ab 2014) realisiert werden (die Aargauer Zeitung berichtete darüber). Zwei Projekt-Veröffentlichungen werden nachgedruckt, weil die erste Auflage bereits in der ersten Saison vergriffen ist.

Ein Blick in die Projektpraxis bot der Beitrag von Kanureiseanbietern am Hochrhein, die in der vom Projekt initiierten Arbeitsgruppe Flusswandern mitgearbeitet haben. Sie berichteten über die verschiedenen Themen wie den neuen Flussführer Hochrhein und die Tourismusschulung im Bereich Wassertourismus, die in fünf Treffen der Fachgruppe angepackt und zum Teil auch mit grossem Erfolg umgesetzt werden konnten.

Der Steuerungsgruppe Erlebnisraum Hochrhein war es vorbehalten, die vierjährige Arbeit nochmals im Zusammenhang zu bewerten. Erlebnisraum Hochrhein ist ja das erste touristische Projekt in der grenzüberschreitenden Hochrheinregion. Das angenommene hohe touristische Potenzial am Hochrhein konnte im Projektverlauf durch Bestandsaufnahmen in einigen Themenbereichen, darunter auch reiseauslösende wie das Fluss- und Radwandern, eindeutig bestätigt werden. Mit den durch das ERH-Projekt erarbeiteten umfangreichen Grundlagen können nun Produkte entwickelt und vermarktet werden.

Vermarktung auf allen Kanälen

Die Zuständigkeiten im Tourismus haben die Zusammenarbeit für das ERH-Projekt nicht erleichtert; sie sollten dahingehend genutzt werden, das gemeinsame erarbeitete Produkte auf all diesen Kanälen vermarktet werden.

Die noch wenig ausgeprägte gemeinsame Identität am Hochrhein ist ein Faktum, dem es mit weiterer erfolgreicher Zusammenarbeit zu begegnen gilt. (az)