Kaisten
Der Energiepark-Traum von Swissgrid lebt

Auf dem Swissgrid-Areal auf Kaister Boden schreiten die Bauarbeiten voran – auch geplant wird fleissig.

Nadine Böni
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Die als «Stern von Laufenburg» bekannte Schaltanlage der Swissgrid erhält ab 2017 ein neues Aussehen. Archiv

Die als «Stern von Laufenburg» bekannte Schaltanlage der Swissgrid erhält ab 2017 ein neues Aussehen. Archiv

Susanne Hörth

Schlechte Neuigkeiten lieferte die Schweizer Stromnetzgesellschaft Swissgrid am Donnerstag: 40 Stellen werden gestrichen – die meisten davon an den Standorten in Frick und Laufenburg (die az berichtete). Nun gibt es auch gute Nachrichten zu vermelden: Das Bauprojekt am Standort in Laufenburg läuft «nach Plan», wie Sprecher Andreas Schwander sagt.

Montage noch im März beendet

Seit Herbst 2013 wird auf einer Parzelle auf Kaister Boden eine neue, gasisolierte Innenraumschaltanlage in einem Gebäude erstellt. Das Gebäude ist seit dem vergangenen November fertig. Die Umgebungsarbeiten im Tiefbau mit den Kabelrohrblöcken für die Hochspannungskabel seien planmässig im Bau, sagt Schwander. Und: «Die Montagearbeiten der durch ABB gelieferten Schaltanlage werden im März abgeschlossen sein.» Dann beginnt die Installation der Sekundärtechnik.

«Die Hauptschwierigkeit ist, dass man baut, während Teile der Anlage noch in Betrieb sind», sagt Schwander. «Es wäre einfacher, alles anderthalb Jahre stillzulegen und dann neu zu bauen.» Das aber ist aus betrieblichen Gründen nicht möglich. «Deshalb ist eine sorgfältige Planung nötig», sagt Schwander.

Rückbau ab 2017

Geplant ist, dass die ersten beiden der insgesamt acht Felder ab Oktober 2015 in Betrieb gehen. Abgeschlossen werden die Arbeiten im ersten Quartal 2017. Sobald die neue Anlage komplett in Betrieb ist, beginnt der Rückbau der alten 220-kV-Anlage. «Dann werden alle Stahlkonstruktionen, alle Fundamente und der Boden bis in einen Meter Tiefe abgetragen», erklärt Schwander. Bestehen bleiben von der 220-kV-Anlage lediglich die grossen Hochspannungsportale, welche den Übergang von den grossen Freileitungsmasten am Rhein auf die neue Schaltanlage bilden.

Die Fläche kann damit auf 2,5 Prozent der heutigen Fläche reduziert werden. «Die Arbeiten werden etwa ein halbes Jahr dauern. Ende 2017 sollte alles abgeschlossen sein», sagt Mediensprecher Schwander.

Planungen im Versteckten

Die 380 kV-Schaltanlage bleibt derweil weiter bestehen. Sie sei erst kürzlich modernisiert worden und sei bereits gasisoliert, sagt Schwander. Die als «Stern von Laufenburg» bekannte Anlage verschwindet also nicht komplett, sondern erhält ein anderes Aussehen.

Während die Bauarbeiten auf dem Swissgrid-Areal immer wieder sichtbar sind, wird auch im versteckten gearbeitet. Nach wie vor ein Thema ist die vor rund einem Jahr geäusserte Idee eines Energieparks auf dem Swissgrid-Areal.

Dabei sollen sich vor allem Unternehmen, die in der Forschung um erneuerbare Energien tätig sind, ansiedeln und so neue Arbeitsplätze schaffen, wenn Swissgrid 2017 nach Aarau zieht.

Studie im Spätsommer fertig

«Eine Grobmachbarkeitsstudie ist in Arbeit. Das Studienprojekt läuft bis im Spätsommer», sagt Schwander. Das weitere Vorgehen sei abhängig vom Resultat der Studie. Etwa, ob dann allfällige Interessenten für den Standort gefunden werden.