Laufenburg

Der Dialog von Architektur und Skulptur im Rehmann-Museum

Staunende Besucher an der Eröffnung der Ausstellung in Laufenburg, hier vor Werken Erwin Rehmanns.

Staunende Besucher an der Eröffnung der Ausstellung in Laufenburg, hier vor Werken Erwin Rehmanns.

Die Werke von Anton Egloff, Peter Hächler, Ruth Maria Obrist, Erwin Rehmann und Roberta Müller werden im Rehmann-Museum gezeigt.

Unter grossem Interesse wurde die neue Kunstausstellung «Gehäuse» im Laufenburger Rehmann-Museum eröffnet. Bestückt wird sie von fünf Künstlern und Künstlerinnen, die mit dem Kanton Aargau verbunden sind. Laufenburgs Vizeammann Meinrad Schraner wies in seiner Begrüssung auf die besondere Konstellation der Ausstellung hin. «Es scheint, dass der Kanton Aargau ein guter Platz für Inspiration bietet», sagte er, «und dass Laufenburg ein fruchtbarer Boden für das Kunstschaffen ist».

Schraner forderte das Publikum auf, in der Ausstellung genauer hinzusehen: «Dann stellt man fest, dass das Thema grenzenlos offen sein kann.» An der Vernissage waren Anton Egloff, Ruth Maria Obrist, Erwin Rehmann und Roberta Müller, mit 25 Jahren die jüngste Ausstellende, anwesend. Peter Hächler, vor 15 Jahren verstorben, wurde von seiner Familie vertreten. Die musikalische Einstimmung kam von Dietrich Zöller an der Querflöte.

Cornelia Ackermann, Kuratorin am Rehmann-Museum, beschrieb in ihrer Laudatio die vielfältigen Aspekte der ausgestellten Werke. «Viele der hier gezeigten Arbeiten gehen einen Dialog zwischen Architektur und Skulptur ein», bemerkte sie.

Dies zeige sich deutlich in den Werken von Ruth Maria Obrist und Peter Hächler. «Beide Akteure spielen mit geometrischen Formen oder Gesetzmässigkeiten.» Bei Hächlers Plastiken muss der Betrachter den inneren Aufbau des Körpers selbst entdecken. «Aus welcher Perspektive man auch immer eine seiner Skulpturen betrachtet – man nimmt sie ganz unterschiedlich wahr.» Gleiches gilt für die meisten der gezeigten Werke. Nichts ist auf den ersten Blick erfasst, man soll sich Zeit für eingehende Betrachtungen nehmen – zuerst am Museumseingang, wo die Lenzburgerin Roberta Müller die Vitrinen beschickt hat.

Sie beschäftigt sich darin zeichnerisch mit Flächen, Verbindungen und Verschiebungen innerhalb eines Körpers. Sie spielt mit dem Dazwischen, wie Egloff, Hächler, Rehmann und Obrist. Auch sie stellt angedachte Räume zur Verfügung, wo man sich das Räumliche zu Ende denken muss.

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