Möhlin
Der Campingplatz wird durch einen Neubau aufgewertet

Das Sanitärgebäude auf dem Campingplatz ist in einem derart schlechten baulichen Zustand, dass es dringend ersetzt werden muss. Der Gemeinde stehen dazu 400 000 Franken zur Verfügung

Walter Christen
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Das Betriebsgebäude auf dem Campingplatz Möhlin wird durch einen Neubau ersetzt.

Das Betriebsgebäude auf dem Campingplatz Möhlin wird durch einen Neubau ersetzt.

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Auf dem Campingplatz in Möhlin wird ein neues Garderoben- beziehungsweise Sanitärgebäude erstellt. Das Baugesuch lag vom 11. Juli bis zum 12. August in der Abteilung Bau und Umwelt öffentlich auf – Einsprachen gab es keine.

Der Campingplatz bleibt bestehen

«Sowohl der Gemeinderat als auch die Ortsbürgerkommission haben die Vorlage mehrmals traktandiert und sich dabei die Frage gestellt, ob wir diesen Campingplatz überhaupt noch weiter betreiben wollen. Der Gemeinderat gelangte schliesslich zur Überzeugung, dass es schade wäre, diesen Platz aufzugeben», hatte Gemeindeammann Fredy Böni an der Möhliner Ortsbürger-Gemeindeversammlung vom 3. Dezember 2012 gesagt. Lediglich das Garderobengebäude befindet sich in einem schlechten baulichen Zustand. Vor allem die Bodenplatten und die Fundation weisen substanzielle Mängel auf, weshalb der Gemeinderat der Ortsbürgergemeinde einen Neubau in Massivbauweise vorgeschlagen hatte.

Die erwähnte Versammlung verabschiedete schliesslich einstimmig einen Verpflichtungskredit im Betrag von 400 000 Franken für einen entsprechenden Massivbau mit Sichtmauerwerk in Kalksandstein auf dem Campingplatz Bachtalen. Dieser liegt direkt neben dem Schwimmbad und erfreut sich bei Campern aus nah und fern grosser Beliebtheit.

Den Campingplatz übernahm übrigens die Ortsbürgergemeinde Möhlin im Jahr 2004 vom Touring-Club der Schweiz (TCS), und er ist eine der wenigen touristischen Attraktionen und ein Anziehungspunkt im Dorf. Er ermöglicht Besuchern einen erholsamen Aufenthalt. Da das Leitbild der Gemeinde unter anderem auch eine sanfte Förderung des Tourismus vorsieht, kann mit dem Campingplatz genau diesem Punkt nachhaltig entsprochen werden.

Mit der Rendite von etwa 28 000 bis 30 000 Franken, die jährlich erzielt wird, kann das benötigte Kapital für ein neues Sanitärgebäude problemlos verzinst werden.

«Sehr gute Frequenzen»

Nach Angaben von Gemeindeammann Fredy Böni zeigt der Campingplatz nach wie vor «sehr gute Frequenzen, insbesondere auch durch Übernachtungen von Velofahrern, liegt doch der Campingplatz an drei bedeutenden Velorouten, nämlich an denjenigen vom Atlantik ans Schwarze Meer, von Amsterdam nach Rom und von Basel via Andermatt ins Tessin.»

Zudem habe Pächter Edi Schmid verlauten lassen, dass er bis zu seinem 65. Altersjahr weitermachen möchte und er schon Anfragen für eine Weiterführung von Campingplatz und Kiosk von Drittpersonen erhalten habe. Ihm wurde aber auch angekündigt, dass nach der Erstellung des Sanitärgebäudes der Pachtvertrag neu zu überprüfen sei.

Sollte der Campingplatz in einem späteren Zeitpunkt einmal aufgehoben werden, könnte das Gebäude durch einen Verkauf an die Einwohnergemeinde problemlos in die Anlage des Schwimmbades integriert werden.

Eine ebenfalls zur Diskussion gestandene Containerlösung für das Sanitärgebäude wurde übrigens aus Gründen der kurzen Lebensdauer verworfen. Zudem vermag ein Container aus energetischen Gründen nicht zu überzeugen.

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