Der Wunsch der Katholiken in Magden, in einer eigenen Kirche Gottesdienst zu feiern, entstand bereits Ende des 19. Jahrhunderts. Die treuen «Römischen» nahmen damals einen langen Weg unter die Füsse, um den Gottesdienst in Rheinfelden zu besuchen. Im Dezember 1953 wurde dann der Kapellenverein gegründet. Die 43 Gründungsmitglieder legten mit einem monatlichen Mitgliederbeitrag von 50 Rappen den Grundstein zur zukünftigen Kapelle von Magden.

Altar im Zentrum

Nach 1960 setzte in Magden eine rege Bautätigkeit ein, viele Neuzuzügler waren Katholiken. Eine grosszügige Spende von 100 000 im Jahre 1961 machte es möglich, dass man nicht mehr eine Kapelle, sondern eine Kirche zu planen begann.

Der Architekt Leo Cron aus Basel erhielt den Auftrag, die Marienkirche zu planen und zu bauen. Als Dachform wurde eine Pyramidenform gewählt. Die ganze Dachkonstruktion ruht selbsttragend auf vier Betonpfeilern. Am 2. Februar 1969 wurde die Marienkirche von Bischof Anton Hänggi feierlich eingeweiht und ist seither ein fester Bestandteil für die Gemeindemitglieder in Magden.

Wie es in einer Mitteilung heisst, ist die Kirche Magden das erste Gotteshaus, das man damals nach der Liturgiereform des 2. Vatikanischen Konzils erbaute und in der man den Altar ins Zentrum stellte. Im Jahre 2000 wurde dann eine neue Orgel erbaut und eingeweiht. Sie löste das Harmonium ab, das während 31 Jahren die Gottesdienstbesucher durch die liturgischen Feiern begleitete. Die neue Orgel ist ein Meisterwerk des berühmten und international bekannten Orgelbauers Mathis aus Näfels.

Festgottesdienst am Sonntag

Das Jubiläum 50 Jahre Marienkirche Magden sei ein Augenblick des Erinnerns und der Freude, heisst es in der Mitteilung weiter. «Mir grosser Dankbarkeit feiern wir den Festgottesdienst zusammen mit Bischof Felix Gmür.» Der Festgottesdienst findet diesen Sonntag, 12. Mai um 11 Uhr in der Marienkirche statt. Anschliessend wird ein Apéro riche offeriert.