Oeschgen
Der Bau von Terrassenhäusern soll in Oeschgen möglich sein

Oeschgen Kritische Stimmen gab es gegen den möglichen Bau von Terrassenhäusern in Oeschgen. Es gibt aber Land, auf dem terrassiertes Bauenermöglicht werden soll.

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Hier soll terrassiertes Bauen ermöglicht werden: Müllerai in Oeschgen (Teilansicht), der sich am Siedlungsrand befindet. chr

Hier soll terrassiertes Bauen ermöglicht werden: Müllerai in Oeschgen (Teilansicht), der sich am Siedlungsrand befindet. chr

Der Erhalt und die Steigerung der Siedlungs-, Wohn- und Landschaftsqualität standen im Mittelpunkt der Gesamtrevision der Oeschger Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland, welche der Regierungsrat im März – mit Ausnahme der Spezialzone «Schwanen» – zugestimmt hat. In der nun rechtskräftig vorliegenden Nutzungsplanung sind drei Parzellen im Müllerai mit einer Gestaltungsplanpflicht belegt; zwei der Landflächen sind in Privatbesitz, eine Parzelle gehört der Gemeinde.

Besondere Bebauungsvorschriften

Der Sinn dieser Nutzungsbeschränkung liegt nun darin, dass die Hanglage dank besonderen Bebauungs- und Gestaltungsvorschriften einer optimalen Nutzung zugeführt werden soll. Der Gemeinderat beantragt deshalb dem Souverän, an der Gemeindeversammlung vom 13. Juni der Erstellung eines Gestaltungsplans für den Müllerai zuzustimmen und dafür einen Kredit von 69 000 Franken zu genehmigen. «Das Gestaltungsplanverfahren dauert erfahrungsgemäss mindestens ein Jahr. Nach Erlangen der Rechtskraft des Gestaltungsplans wird der Gemeinderat mit einem Antrag zum Verkauf der gemeindeeigenen Parzelle am Müllerai an die Gemeindeversammlung gelangen», heisst es in der gemeinderätlichen Botschaft an die Stimmberechtigten.

Freies Land: Gestaltungsplanpflicht

Zur optimierten Einpassung ins Ortsbild von Oeschgen wurden in der revidierten Nutzungsplanung die unüberbauten Grundstücke mit einer Gestaltungsplanpflicht belegt, wofür folgende Zielsetzungen gelten: Einpassung ins Ortsbild hat optimal zu erfolgen; dem Gestaltungsplan ist ein gesamtheitliches Konzept zur Erschliessung, Parkierung, Bebauung- und Freiraumgestaltung zugrunde zu legen.

Das heisst, dass für eine sinnvolle Bebauung von Hanglagen mit über 10 Prozent Gefälle Terrassenhäuser unter Beachtung des Orts- und Landschaftsbildes ermöglicht werden sollten. Auf Basis einer Situationsanalyse könnten aufgrund des Ortsbildes einzig die drei erwähnen Parzellen am Siedlungsrand im Gebiet Unterer Müllerai für die Realisierung von Terrassenhäusern infrage kommen.

Investor gefunden, aber . . .

An der Rechnungs-Gemeindeversammlung vor einem Jahr haben die Stimmberechtigten in Oeschgen den beantragten Kauf der zwei privaten Landstücke am Müllerai abgelehnt. Der Gemeinderat soll zuerst Investoren suchen und die aktuellen Grundeigentümer in die Planung miteinbeziehen, hiess es damals. Nach Angaben der Behörden ist inzwischen ein Interessent da. Voraussetzung für einen Zuschlag ist allerdings ein rechtskräftiger Gestaltungsplan. Erst dann wird sich für den Investor zeigen, ob die Weiterverfolgung des Projekts interessant ist. (chr)