Seit 17 Jahren ist die Jugendendseelsorge (Juseso) Fricktal an der Salinenstrasse 11 in Rheinfelden daheim. Von dort aus organisieren die Mitarbeiter die kirchliche Jugendarbeit. Dies hat bald ein Ende: Per 31. Juli wird die Juseso als Zweckverband aufgelöst. Grund hierfür ist der Zusammenschluss der katholischen Pfarreien zu Pastoralräumen, die ihre eigenen Jugendarbeiter engagieren.

Die fünf Mitarbeiter der Juseso werden Ende Juni ihre Koffer packen und das Haus räumen: «Unsere zwei Garagen mit Spielen, Büchern und CDs konnten wir bereits an Pfarreien und Interessierte weitergeben», erzählt Sozialarbeiter Simon Hohler.

Doch komplett von der Bildfläche wird die Juseso nicht verschwinden. Ab dem 1. August wird sie durch Simon Hohler eine zentrale Stelle mit einem 70-Prozent-Pensum im Pfarreizentrum der Römisch-katholische Kirchgemeinde Frick/Gipf-Oberfrick im Rampart in Frick unterhalten. Dies, um die regionale Vernetzung weiterhin zu garantieren: «So können in regelmässigen Treffen Ideen zwischen den Pastoralräumen ausgetauscht werden», sagt Franz Ruder, Vorstandspräsident der Juseso Fricktal. Weshalb die Stelle gerade in Frick eingerichtet wird, liege zum einen an der zentralen Lage im Fricktal, zum anderen, weil die Kirchgemeinde Frick/Gipf-Oberfrick als erste die Einrichtung einer zentralen Stelle befürwortet habe. «Die Kirchgemeinde Frick/Gipf-Oberfrick wird die Verwaltung und Abrechnung der Juseso übernehmen. Die Kosten für die zentrale Stelle tragen jedoch die Vertragsgemeinden oder Vertreter der Pastoralräume», erklärt Ruder.

Neue Beschäftigungen gefunden

Neben Simon Hohler haben auch die anderen Mitarbeiter bereits eine neue Beschäftigung gefunden: Sozialarbeiter Yannik Müller wird die Jugendarbeit in der katholischen Pfarrei Kaiseraugst übernehmen, Religionspädagogin Sonja Gassmann wird für die Reformierte Kirchgemeinde Allschwil in der Familien- und Jugendarbeit tätig sein, Sekretärin Tamina Spiess nimmt ein Sozialstudium auf und Tonja Cicchetti beendet ihr Bachelor-Studium als Sozialpädagogin. Für recht wahrscheinlich hält es Spiess, dass die Juseso auch weiterhin ein Praxissemester für angehende Sozialpädagogen anbieten kann: «Die Kosten hierfür werden durch den Ausbildungszuschuss der Landeskirche in Höhe von 10 000 Franken gedeckt», sagt sie. Ob die Juseso jedoch auch weiterhin einen Ausbildungsplatz anbieten kann, ist ungewiss. Sicher ist hingegen, dass sich die Jugendarbeiter der Pastoralräume an der Durchführung der regionalen Anlässe der Juseso beteiligen werden. Hierunter fallen zum Beispiel das Ostertreffen, das Bistumsjugendtreffen oder die Pilgerreise nach Spanien.

Was mit den leerstehenden Räumlichkeiten nach dem Juseso-Auszug passiert, entscheidet der Besitzer, die Römisch-katholischen Kirchgemeinde Rheinfelden-Magden-Olsberg, Ende Juni. «Es wird über den Sanierungsumfang entschieden und darüber, ob die Liegenschaft vermietet oder für eigene Zwecke genutzt wird», sagt Thomas Büchler, Präsident der Kirchenpflege.

Aufgrund der Auflösung des Zweckverbandes findet am 15. Juni ein Jugendgottesdienst in der katholischen Kirche in Frick statt. «Der Gottesdienst soll kein Abschied, sondern vielmehr ein Neustart sein», sagt Müller. So ändere sich zwar die Struktur, jedoch blieben die Angebote in Sachen Jugendarbeit davon unberührt.

Juseso-Restart-Gottesdienst mit Apéro: Freitag, 15. Juni, 19 Uhr, kath. Kirche, Frick.