Mit grosser Mehrheit stimmten die Sissler Stimmberechtigten an der letzten Gemeindeversammlung der Sanierung und der Erweiterung des Gemeindehauses in Höhe von 2,6 Millionen Franken zu. Doch nun gingen gegen das entsprechende Baugesuch einige Einsprachen aus dem ans Gemeindehaus angrenzende Unterdorf ein. «Kernthema der Einsprachen ist die Eingliederung des modernen Neubaus in das bestehende Ortsbild», sagt Gemeindeammann Rainer Schaub.

Für ihn kommen die Einsprachen gegen das Sanierungs- und Erweiterungsprojekt überraschend, weil an der letzten Gemeindeversammlung das Thema einer ortsbildspezifischen Eingliederung nicht in der Weise angesprochen wurde, wie es nun als Einwendung vorliegt. «Der Gemeinderat wird die Einsprachen nun behandeln und die Einsprechenden zum Gespräch einladen», sagt Schaub.

Die geplante Erweiterung soll den erhöhten Flächenbedarf durch mehr Mitarbeitende und Auszubildende decken. Der Anbau soll kubusförmig sein und ein Flachdach erhalten. Weiter soll der Anbau durch einen Lift barrierefrei zugänglich sein und über eine Terrasse verfügen. Vorgesehen ist, dass im Herbst 2017 der Neubau erstellt und anschliessend das alte Gemeindehaus bis März 2018 saniert wird. Dieses Vorgehen in Etappen hat den Vorteil, dass die Verwaltung nicht in ein anderes Gebäude ausweichen muss.

Post und Bancomat in einem

Gebaut wird in Sisseln dagegen derzeit bei der Volg-Filiale. Die Arbeiten für den Anbau, in dem eine Postagentur und ein Bancomat untergebracht werden, sind im Gang. Dabei hat die Gemeinde die Rohbaukosten übernommen. Die Raiffeisenbank Regio Frick trägt die übrigen laufenden Betriebskosten wie Versicherung, Befüllung und Wartung. Der Bancomat wird dank autonomem Zugang 24 Stunden zugänglich sein. Die Postagentur wird am 14. November, der Bancomat am 25. November in Betrieb gehen.