Kaisten

Der altbekannte FDPler oder ein neuer Parteiloser – Wer wird Gemeinderat?

Drei Kandidaten: Daniel Steiner, Arpàd Major und Stephan Wiestner (v.l.).

Drei Kandidaten: Daniel Steiner, Arpàd Major und Stephan Wiestner (v.l.).

Drei Kandidaten hat es für einen Gemeinderats-Sitz: Am 22. November steht die Ersatzwahl für den Gemeinderat an. Die Bewerber stellten sich vor. Einen kannte man schon, denn er war über Jahre hinweg im Gemeinderat.

Daniel Steiner, Arpàd Major und Stephan Wiestner heissen die drei Bewerber, die Marco Zaugg im Gemeinderat nachfolgen wollen. Auf Initiative der Kaister CVP stellten sie sich im Pfarreiheim vor rund 20 Zuhörern vor.

Steiner ist 54 Jahre alt, verheiratet und Vater dreier erwachsener Kinder. Als Leiter eines Altersheims in Baselland sieht er seine Kernkompetenzen im Gesundheitswesen und in der Gesundheitspolitik.

Beruflich müsse er täglich Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen und die Kosten im Auge behalten. «Das sind Kompetenzen, die auch im Gemeinderat gefragt sind», betonte der Kandidat, der seit 2011 in Kaisten lebt und sich dort nach eigener Aussage sehr wohl fühlt. Als Probleme sieht er den zunehmenden Verkehr sowie die immer älter werdende Dorfbevölkerung.

Ein Comeback an seine frühere Wirkungsstelle könnte für Arpàd Major Wirklichkeit werden, sollte er am 22. November die meisten Stimmen erhalten. Major gehörte dem Gemeinderat von 2002 bis 2010 schon einmal an, ab 2004 auch als Vizeammann. «Viele kennen mich ja schon», sagte er im Pfarreiheim.

So fiel seine Vorstellung auch am kürzesten aus. Major strich seine weltweite berufliche Erfahrung als Chemiker heraus – eine Position, die ihn auch zur Aufgabe des Gemeinderatsamtes führte.

Seit einem Jahr wieder fest in Kaisten wohnhaft, sieht er die Zeit jetzt gekommen, politisch erneut Verantwortung zu übernehmen und auf seine Erfahrung zurückzugreifen. «Als Gemeinderat will ich vor allem die Finanzen im Blick haben, denn nur volle Kassen sichern der Gemeinde Handlungsspielraum», sagte der FDP-Mann, der mit einer Wahlempfehlung der Kaister SVP antritt.

Wie Daniel Steiner ist auch Stephan Wiestner parteilos. Der 1957 in Basel geborene Kandidat, der seit 1994 in Kaisten lebt, sprach Defizite im öffentlichen Verkehr an. Seine 15-jährige Tochter müsse nicht nur in völlig überfüllten Schulbussen fahren, sondern komme auch nur schlecht mit Bus und Zug nach Basel, Zürich oder Aarau und wieder zurück nach Ittenthal, wo die Familie wohnt. Auch sprach Wiestner eine «massive Zunahme des Flugverkehrs über dem Dorf» an.

Parteilosigkeit kritisiert

Die Parteilosigkeit Steiners und Wiestners nahm in der Diskussion den grössten Raum ein. Alt-Gemeindeammann Kurt Amsler ergriff das Wort und nannte die politische Neutralität der beiden «schade».

«Eine Parteizugehörigkeit ist doch auch Bereicherung für das Amt, sie gibt Impulse und Orientierung. Gemeinderäte brauchen Verwurzelung», sagte Amsler und erntete dafür Beifall. Sollte am 22. November Steiner oder Wiestner gewählt werden, seien dann vier von fünf Gemeinderäten parteilos, hob ein weiterer Anwesender hervor.

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