Laufenburg

Der «Adler» wird saniert, der «Schützen» neu geplant – Gmeind genehmigt grosse Bauvorhaben

Die schmucke Liegenschaft Adler in Laufenburg kann für 2,5 Mio. Franken saniert werden.

Die schmucke Liegenschaft Adler in Laufenburg kann für 2,5 Mio. Franken saniert werden.

Die Gemeindeversammlung Laufenburg genehmigte am Freitag alle 19 Traktanden, darunter drei grosse Bauvorhaben.

Zwei der drei grossen Bauvorhaben betreffen Sulz. Dort will die Gemeinde im Ortsteil Bütz für 3,2 Mio. Franken ein Mehrfamilienhaus mit acht Wohnungen in unterschiedlichen Grössen bauen. Rendite: 144000 Franken pro Jahr. «Das wird eine neue Ausstrahlung geben», gab sich Vizeammann Meinrad Schraner überzeugt. Die Mehrheit der Wohnungen sei alters- und behindertengerecht.

Aber: «Wir wollen erst starten, wenn vier Mietvorverträge abgeschlossen sind.» Sebastian Meier stellte den Antrag für eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Hauses oder dem Carport. Da die Versammlung den Antrag annahm, musste der Kredit um 50000 auf 3,3 Mio. Franken erhöht werden. Meier hinterfragte zudem die Bauweise: Warum bei der Planung nicht Holz als Baustoff gewählt worden sei, im Sulzer Wald würde Holz für mehrere Häuser nachwachsen. «Schade, dass man die Chance nicht genutzt hat», fand er.

Im «Adler» soll ein Restaurant bleiben

Auch die Sanierung der Hinterdorfstrasse Sulz ist genehmigt. Die Versammlung gab dem Kredit von 3,4 Mio. Franken grünes Licht. Die Massnahme enthält Belags- und Werkleitungssanierungen. Gemeinderat Christian Rüede sprach von einer «Aufwertung des Ortsbildes». Gleiches soll die Sanierung der Liegenschaft Adler in Laufenburg am Marktplatz – im Gemeindebesitz – bewirken. «Der Adler ist ein markantes Gebäude, aber in desolatem Zustand», berichtete Gemeinderat André Maier.

Der Dachstuhl sei verfault, dessen Boden stellenweise nicht mehr begehbar. Die Sanierungsmassnahmen kosten 2,5 Mio. Franken. Sie beinhalten den Einbau von drei Atelierwohnungen im Dachgeschoss sowie vier Wohnungen im zweiten Obergeschoss. Im ersten Obergeschoss mit Büros sind kleinere Eingriffe nötig, das Erdgeschoss soll weiterhin ein Restaurant beheimaten. Der jetzige Pächter höre im März 2021 aus Altersgründen auf, sagte Maier.

Unweit vom Adler soll das Hotel Schützen mit umliegendem Areal neu überplant werden. Für eine entsprechende Machbarkeitsstudie genehmigte die Versammlung einen Verpflichtungskredit von 75000 Franken. Die Gemeinde hat die Liegenschaft Schützen letztes Jahr erworben. Die Machbarkeitsstudie soll als Grundlage für die weitere Bebauung des Areals Burgmatt inklusive Parkplätze beim Schulhaus und Schlossbergaufgang sowie Passerelle über die Kantonsstrasse dienen. «Wir wollen das Schützenareal in eine neue Zukunft überführen», bewarb Meinrad Schraner das Projekt.

Total wurde über zehn Mio. Franken abgestimmt

Weitere Finanzierungen wurden genehmigt, darunter die Ersatzbeschaffung des Tanklöschfahrzeugs der Feuerwehr Laufenburg (450000 Franken), die Bestuhlung in der Turnhalle Sulz (85000 Franken) und im Schulhaus Blauen (105000 Franken). Es standen rund zehn Mio. Franken Verpflichtungskredite zur Abstimmung. 70 von total 2002 Stimmberechtigten waren anwesend. Darum stellte René Leuenberger in Namen der FDP den Antrag, die drei kostspieligsten Vorhaben dem Referendum zu unterstellen. «Wir wollen nichts bekämpfen», sagte er, «sondern den Rest der Stimmbürger abholen». Das lehnte Stadtammann Herbert Weiss ab, denn: «Grundsätzlich ist alles dem fakultativen Referendum unterstellt.»

Gemeinderat Rüede sagte zum Schluss, dass am 18. Dezember die Einbahnregelung auf der Kantonsstrasse in Laufenburg aufgehoben werde. Die Baustelle sei damit nicht aufgehoben. Im Sommer 2021 soll der Deckbelag aufgetragen werden.

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