Fricktal
Der 10. slowUp Hochrhein lockt Radfahrer und Skater in Scharen an

Zum 10. Mal fand der slowUp Hochrhein statt. Bei bestem Wetter ist auf den Strassen für einmal die Langsamkeit Trumpf. Die Verantwortlichen zeigten sich am Abend hoch erfreut über die grosse Besucherzahl von mehr als 22 000 Teilnehmern.

Peter Schütz
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Für Gerhard Zumsteg (links), Peter Bircher (2.v.l.) und die Vertreter der Gemeinden gab es an der Eröffnung einen Zopf in Form der Rundstrecke.
10 Bilder
SlowUp in Laufenburg
Regierungsrat Roland Brogli auf dem Hochrad
Velos so weit das Auge reicht
Abkühlung gefällig
Kneippen tut gut
Schattenplätze waren begehrt
Rast in Kaisten
Die Radfahrer schlängelten sich durch die Laufenburger Altstadt
Auch Krankenwagen im Einsatz

Für Gerhard Zumsteg (links), Peter Bircher (2.v.l.) und die Vertreter der Gemeinden gab es an der Eröffnung einen Zopf in Form der Rundstrecke.

AZ

Der Weg ist das Ziel - erst recht am slowUp Hochrhein, der am Sonntag zum 10. Mal stattfand. Für das kleine Jubiläum hatte Petrus das passende Wetter ausgepackt: Sonnenschein satt und sommerliche Temperaturen.

Gerhard Zumsteg, Präsident von slowUp Hochrhein, hatte also recht behalten. Seine Wetterprognose von vor zwei Wochen («Sonnig, 23 Grad, wolkenlos und blauer Himmel») war ein Volltreffer. Dass es nicht bei den 23 Grad blieb - wen kümmerte es.

Die Langsamkeit regiert

Noch vor der offiziellen Freigabe der Strecke herrschte Hochbetrieb. In Laufenburg kam es zu den ersten Staus, was möglicherweise mit der Eröffnungsfeier, dem Ballonwettbewerb und natürlich mit den Laufenburger Leue, die den Anlass musikalisch begleiteten, zu tun hatte.

Laufenburgs Stadtammann Rudolf Lüscher bezeichnete den slowUp als eine «Erfolgsgeschichte».

Das Rezept der grenzüberschreitenden Erlebnisreise brachte er so auf den Punkt: «Begegnung, Bewegung, sich Zeit nehmen, offene Grenzen und offene Herzen.»

Der slowUp sei ein Vorbild, weil die Menschen sich aus eigener Kraft fortbewegen können, sagte Lüscher.

Der Aargauer Regierungsrat Roland Brogli brachte das «Zauberwort Entschleunigung» ins Spiel. Brogli: «Heute regiert die Langsamkeit, das ist gut so.» Wer sich mit Gelassenheit fortbewege, dem würden sich neue Blickwinkel eröffnen, bemerkte er.

Was er sogleich selber erfahren durfte: Roland Brogli erhielt den obersten Sitz auf einem riesigen Hochrad. Anderen Menschen wäre schwindlig geworden, aber Brogli fand offensichtlich Gefallen an der Aussicht.

Reibungsloser Ablauf

Für Gerhard Zumsteg war der 10. slowUp Hochrhein der letzte als Präsident des gleichnamigen Vereins. Er bedankte sich bei den beteiligten Vereinen, bei den Sponsoren, Vereinen sowie den rund 300 freiwilligen Helfern an der Strecke und im Hintergrund.

Peter Bircher habe den richtigen Riecher gehabt, als er den slowUp an den Hochrhein brachte, sagte Zumsteg. Wie richtig, zeigte sich am immensen Interesse an der Veranstaltung.

Entlang der 32 Kilometer langen Strecke herrschte den ganzen Tag Hochbetrieb. Insgesamt genossen über 22 000 aller Alterskategorien den autofreien Rundkurs.

Und die Verantwortlichen konnten am Abend ein positives Fazit ziehen.

Einerseits waren sie hoch erfreut über die grosse Besucherzahl und andererseits vermeldeten sie eine reibungslose, gut organisierte Veranstaltung.