Das spannendste Geschäft an der Gemeindeversammlung in Gipf-Oberfrick steht nicht auf der Traktandenliste: Die Zusammenlegung der Oberstufen von Frick und Gipf-Oberfrick. Die «IG pro Oberstufenstandort Gipf-Oberfrick» will dem Gemeinderat dazu am 12. Juni dazu kritische Fragen stellen.

Kritisch ist die Situation bei Hochwasser bisweilen auch beim Bruggbach; an mehreren Stellen bestehen Schutzdefizite. Diese wollte der Gemeinderat mit baulichen Massnahmen beheben und liess in einem ersten Schritt ein Projekt für das Oberdorf ausarbeiten. Kostenpunkt: 1,275 Millionen Franken. Die Gemeindeversammlung stimmte dem Projekt im November 2013 zu – in der Referendumsabstimmung wurde es dann aber versenkt. Die Gegner forderten, man solle auf grössere Massnahmen entlang des Bachs verzichten und stattdessen den Hochwasserschutz durch Rückhaltebecken oberhalb des Dorfes und in den oberliegenden Dörfern sicherstellen.

Für den Gemeinderat hiess dies: «Zurück auf Feld 1». Eine Arbeitsgruppe wurde eingesetzt, Abklärungen beim Kanton getroffen. Fazit: Eine regionale, dezentrale Lösung soll abgeklärt werden. Auch die Nachbargemeinden befürworten eine übergeordnete Planung. Als Entscheidungsgrundlage soll nun eine Machbarkeitsstudie erarbeitet werden. An den Kosten von rund 50 000 Franken wird sich der Kanton zu 50 Prozent beteiligen. «Falls es sich zeigt, dass eine solche Lösung realisierbar und wirtschaftlich tragbar ist, kann der Schutz für das ganze Dorf verbessert werden», ist der Gemeinderat überzeugt. «Zudem kann auf heikle Bachverbauungen ganz oder zumindest teilweise verzichtet werden.»