Frick
Dem Elternverein Frick steht das Wasser bis zum Hals

Der Elternverein Frick zählt zu wenige Mitglieder. Falls sich keine neuen Vorstandsmitglieder finden, kommt es unausweichlich zur Auflösung des Vereins.

Michael Hugentobler
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Aargauer Zeitung

Dem Elternverein Frick droht die Auflösung per Ende März. Da kürzlich zwei Mitglieder des Vorstands ihre Kündigung einreichten, wird der Fortbestand des Vereins infrage gestellt. «Wir sind schlicht und einfach nicht mehr in der Lage, mit nur zwei bis drei Vorstandsmitgliedern weiterzuarbeiten», sagt Aline Baumberger vom Elternverein Frick. «Konkret heisst das, dass wir den Verein an der nächsten GV am 25. März auflösen müssen, falls sich keine neuen Vorstandsmitglieder finden.» Zurzeit gehören dem Verein insgesamt 40 Mitglieder an.

Es wurden schon etliche Versuche unternommen, Interessenten anzuwerben. Seit Monaten versucht Aline Baumberger, über Mund-zu-Mund- Propaganda neue Anwärter zu finden. Auch der Schulleiter der Primarschule, Peter Boss, setzte sich ein und suchte aktiv mit.

Eltern wollen nicht aktiv mitwirken

Leider ohne Erfolg. «Als Antwort hören wir meistens, dass die Leute nicht im Vorstand eines Vereins aktiv mitwirken wollen», so Baumberger. Für einen Einsatz hin und wieder seien viele zu haben, aber verpflichten wollen sich die wenigsten. «Der Zeitaufwand für Mitglieder des Vorstands hält sich in Grenzen», sagt Aline Baumberger. Im Durchschnitt belaufe es sich auf eine Sitzung pro Monat und die Durchführung der Projekte sei dann vom Arbeitsaufwand abhängig, aber nie übermässig.

Da sich der Elternverein jedoch um eine Vielzahl von Projekten kümmert, müssen nun zwingend zwei bis drei neue Vorstandsmitglieder gefunden werden, damit diese ehrenamtliche Arbeit aufgeteilt werden kann.

Mit Teamgeist Ideen verwirklichen

Als Wunschkandidaten schweben Aline Baumberger sozial ambitionierte Frauen und Männer vor, die mit Eigeninitiative und viel Teamgeist die Ziele des Vereins angehen und so das erfolgreiche Weiterbestehen gewährleisten.

An Ideen für die Zukunft fehlt es den Vereinsmitgliedern beileibe nicht. Im Moment konzentrieren sie sich auf das Alterssegment der Kinder vom Kindergarten bis zur fünften Klasse. Ziel wäre aber, auch für Jugendliche ein Angebot zu etablieren.

«Das Auflösen des Elternvereins wäre für Frick ein Rückschlag», ist Aline Baumberger überzeugt. Die meisten Gemeinden in der Region kennen eine solche Vereinigung und deren Vorzüge werden geschätzt. Mit der Auflösung würde das reichhaltige Angebot an Aktivitäten, das im Moment besteht, verloren gehen. Kernpunkt der Aktivitäten des Elternvereins ist stets der Informationsaustausch zwischen den Eltern und das Erkennen von aktuellen Bedürfnissen.

Bastelkurse im Wald und andere Projekte

So bewirkten die Verantwortlichen in der Vergangenheit Verkehrskundeunterricht durch die Polizei: Ziel des Anlasses war, den Eltern Möglichkeiten aufzuzeigen, damit ihre Kinder den Weg zum Kindergarten bedenkenlos zurücklegen können. Ein weiteres Projekt war das Organisieren der Familienbörse, wo Nützliches für Haushalt und Kinderzimmer angeboten wurde. Auch ein Selbstverteidigungskurs konnte zweimal während dreier Monate erfolgreich durchgeführt werden.

Mit Bastelkursen im Wald wurde ein weiteres Projekt eingeführt, um die Kreativität der Kinder zu fördern und Alternativen zu Fernseher und Computer aufzuzeigen. Ferner wurde bei einem multikulturellen Begegnungsfest die Integration von fremdsprachigen Familien unterstützt.