Rheinfelden

Das Wirtschaftsforum macht sich Gedanken zur Zukunft des Fricktals

Machten sich beim Wirtschaftsforum Fricktal Gedanken über die Zukunft, von links: Stadtammann Franco Mazzi, Peter Riebli von Syngenta, Moderatorin Mirjam Jauslin, Regula Ruetz von Metrobasel und Zukunftsforscher Andreas Walker. hcw

Machten sich beim Wirtschaftsforum Fricktal Gedanken über die Zukunft, von links: Stadtammann Franco Mazzi, Peter Riebli von Syngenta, Moderatorin Mirjam Jauslin, Regula Ruetz von Metrobasel und Zukunftsforscher Andreas Walker. hcw

In den 60er-Jahren begann der industrielle Aufstieg des Fricktals. Und wo steht es 2050? Das fragten sich die Teilnehmer des Wirtschaftsforums 2014. Um Strategien, Trends und Visionen ging es beim Gedankenaustausch in der Kurbrunnen-Anlage.

Die Teilnehmer des Wirtschaftsforums machten sich Gedanken zur Zukunft des Fricktals. Aber warum gerade 2050? Dieser Frage stellte Moderatorin Mirjam Jauslin, stellvertretende Chefredaktorin Tele Basel, eingangs Regula Ruetz. «Weil es noch weit genug weg ist und es doch noch viele von uns persönlich erleben werden,» antwortete das Vorstandsmitglied des Think Tanks Metrobasel, mit dem Planungsverband Fricktal Regio Veranstalter des Forums. Noch weit genug weg, um vonseiten der Politik auf die «Megatrends» zu reagieren, vor denen es wohl kein Entrinnen gibt: Überalterung in Staaten wie der Schweiz, Bevölkerungswachstum in der globalen Perspektive.

Stresstolerante Pflanzen

Fast zehn Milliarden Menschen wird es laut Peter Riebli, Leiter der Syngenta-Werke Nordwestschweiz, 2050 auf der Erde geben. Die wollten alle essen und nicht nur Pflanzenkost. Deshalb investierten Agrarkonzerne wie Syngenta so viel in die Forschung, und das auch mittendrin im Fricktal, am Standort Stein. «Forscher machen dort die Pflanzen stresstoleranter», sagte Riebli. Aber Forschungsstandorte in der Schweiz sind, das unterstrich Riebli mehrfach, nur denkbar, «wenn die Rahmenbedingungen stimmen». Andernfalls wäre man als weltweit agierender Konzern jederzeit in der Lage, derlei Tätigkeiten auch zu verlagern. Riebli: «Aber der Fricktaler ist schon offen für Innovationen, wissbegierig und leistungsorientiert. Der versteht, was wir tun.»

Immer wieder war Moderatorin Jauslin bestrebt, die «Megatrends» auf das Fricktal herunterzubrechen. Und alle auf dem Podium waren mit Regula Ruetz einig, die sagte: «So grundverschieden vom heutigen wird auch das Leben 2050 nicht sein.»

Die «Rückkehr der Heimarbeit», von der Zukunftsforscher Andreas Walker gesprochen hatte, wird nicht total ausfallen. Die Menschen werden weiterhin zum Arbeiten in die Stadt fahren, auch mit dem Auto, und in einem idyllischen Fricktal-Dorf wohnen. Sie werden auch künftig Partnerschaft und Familie hochhalten, Sauberkeit und Sicherheit schätzen und die Landschaft lieben.

Das Fricktal als Verbindung

Derlei erforscht die Stadt Rheinfelden durch ihre jährliche Einwohnerbefragung, die zu Beginn des Wirtschaftsforums Fricktal Stadtammann Franco Mazzi präsentierte. Der war auch der einzige im gut besetzten Kurbrunnen-Saal, der auf die Frage von Mirjam Jauslin – «Was ist das Fricktal heute? – eine Antwort gab: «Die Verbindung zwischen Basel und Zürich.»

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1