Region
Das Weihnachtsgeschäft lässt bereits jetzt die Kassen klingeln

Trotz starkem Franken und Angeboten im Internet klagen Fricktaler Geschäfte nicht – das Weihnachtsgeschäft läuft.

Rael Probst
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10 Prozent mehr Umsatz verzeichnet die Peter Frey GmbH aus Frick diesen Dezember im Vergleich zum letzten Jahr.

10 Prozent mehr Umsatz verzeichnet die Peter Frey GmbH aus Frick diesen Dezember im Vergleich zum letzten Jahr.

KEYSTONE/AP NY/THOMAS KIENZLE

Ob Perlenohrringe, eine Flasche Wein oder das neuste Gesellschaftsspiel die Augen zum Leuchten bringen, ist von Person zu Person unterschiedlich. Um was sich aber alle kümmern müssen, ist das Besorgen ebendieser Geschenke, die pünktlich zum 24. Dezember unter dem Weihnachtsbaum liegen müssen. «Im Allgemeinen herrscht eine gute Kaufstimmung in der Region. Der Frankenschock ist langsam verdaut und die Strukturen pendeln sich wieder ein», sagt Marco Varonesi, Präsident des Rheinfelder Gewerbevereins «Pro Altstadt».

Dementsprechend läuft das Geschäft in Fricktaler Läden zur Weihnachtszeit relativ gut. «Die Zahlen sind zur Zeit nicht extrem hoch aber sicherlich zufriedenstellend. Bei Läden mit Geschenkartikeln dürfte die Weihnachtszeit nochmals für ein Hoch sorgen», so Varonesi. Zwar haben in den momentan schwierigen Zeiten manche Läden dichtgemacht, andere haben sich durch ihr Angebot von der Konkurrenz abgehoben oder ihre Preise angepasst.

So hat es auch die Binkert AG in Frick gemacht: «Wir haben die Preise reduziert und müssten nun fast doppelt so viel verkaufen, um die Einnahmen zu halten. Das ist schwierig bis unmöglich, aber wir rechen wie jedes Jahr noch mit vielen Kunden bis und mit dem 24. Dezember. Wir hoffen also noch», sagt Geschäftsleiterin Sybilla Bachmann.

Deutschland und das Internet

Die Frey Peter GmbH aus Frick ist mit dem Dezember bislang zufrieden: «Wir verzeichnen zehn Prozent mehr Umsatz als im Dezember 2015», sagt Geschäftsleiter Peter Frey. Besonders beliebt seien diese Weihnachten Edeluhren, die dennoch alltagtauglich sind.

Die Schmid AG für Optik, Uhren und Schmuck in Frick hat ähnliche Probleme wie die Binkert AG: Es laufe dieses Jahr ein wenig schlechter als im vorigen. Mit Last-Minute-Weihnachtseinkäufen dürfe aber gerechnet werden. Erklärt wird die Abnahme mit Online-Käufern, der Wirtschaftslage und mit dem billigeren Nachbarland.

Amsler Spielwaren hat in Eiken und Möhlin seinen Sitz. «Wir sind teilweise sogar günstiger als deutsche Spielwarenanbieter, weil wir darauf achten, wo wir die Ware einkaufen. Hin und wieder begrüssen wir auch deutsche Kunden, die dann überrascht sind über das kostenlose Geschenke-Einpacken, das in der Schweiz zur Weihnachtszeit üblich ist», sagt Geschäftsleiter Marcel Amsler. Traditionelle Schweizer Produkte seien dieses Jahr wieder im Kommen und zu Weihnachten sei das Spiel des Jahres, «Code Names», beliebt.

Das Geschäft «Spielwaren zum Kinderland» hat trotz seiner grenznahen Lage in der Rheinfelder Altstadt nicht zu klagen: «Es läuft gut, Gesellschaftsspiele sind diesen Dezember besonders gefragt. Natürlich haben auch schon Kunden nach Deutschland gewechselt», sagt die Inhaber Jolanda Baumann. Wie es mit dem Umsatz im Vergleich zum letzten Weihnachtsmonat aussähe, kann Baumann noch nicht sagen da es am 23. und 24. nochmals wild zu- und hergehen werde im Geschäft.

Alkohol als Last-Minute-Geschenk

Für die Fläschehals AG in Frick läuft es gut. Ruth Hartmann sagt: «Geschenkkörbe oder spezieller Schnaps sind Geschenke, die nicht rumstehen. Das ist oft der grösste Anspruch der Schenkenden.»