Mit der neuen Überbauung «Weiherfeld Mitte» sind die letzten freien Flächen zum Augarten hin verschwunden. Somit erfolgte eine städtebauliche Arrondierung, denn vor vierzig Jahren stand die teilweise heftig umstrittene Augartensiedlung für rund 3000 Menschen allein auf weiter Flur und blieb lange ein «Vorort» von Rheinfelden. Die jüngsten baulichen Entwicklungen bewirken städtebaulich eine Angliederung, denn im Weiherfeld entstehen nicht nur neue Wohneinheiten, sondern auch Dienstleistungsbereiche.

Die Stadt freut es, dass sich Investorengruppen finden liessen. Rund 63,5 Millionen flossen, um etappenweise 210 neue Wohneinheiten zu schaffen, wobei auch Tiefgaragen- und Veloplätze vorgesehen sind. Nach dem Baubeginn im Dezember 2010 steht heute das Erscheinungsbild der neuen Überbauung dank der ersten beiden Bauetappen. In die dritte gelangen weitere 30 Millionen Franken für 105 Wohneinheiten. Ab kommenden Oktober könnten auch hier die ersten Leute einziehen.

«Die Überbauung bietet Lebensqualität auf hohem Niveau und individuellen Lebensraum für alle Wohnformen und Bedürfnisse», hiess es an der Aufrichtefeier am Donnerstagabend, wo vor allem Handwerker und Planer ein dickes Lob erhielten. Das stetige Wachstum der Bevölkerung führe auch in Rheinfelden zu einem Strukturwandel, nämlich weg von der dörflichen Ausprägung, hin zur «urbanen Vielschichtigkeit». Grosse Worte also.

300 Gäste an Aufrichtefeier

Zehn Monate nach Fertigstellung der Decke über dem Untergeschoss und der Autoeinstellhalle der ersten und zweiten Bauetappe feierten nun über 300 Gäste die traditionelle Aufrichtefeier.

Es gelang also den Projektbeteiligten, den Terminplan einzuhalten, auch wenn der strenge Winter sie zusätzlich gefordert hatte. In seiner Begrüssungsrede skizzierte Manfred Meury, Geschäftsstellenleiter Basel der Priora, die als Generalunternehmung fungiert, den Ablauf des Baugeschehens. «Eine Überbauung im Minergie-Standard stellt wirklich sehr hohe Ansprüche an alle.» Was auch als Kompliment an die am Projekt beteiligten Handwerksunternehmen galt.

Dass «Weiherfeld Mitte» nach langwierigen Grundstücksverhandlungen und Diskussionen um Gestaltungspläne realisiert werden konnte, lag auch an den Voraussetzungen für die Infrastruktur. Frühe Erkenntnis der Investoren: «Kindergärten, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten und die neue S-Bahn-Station Augarten befinden sich in unmittelbarer Nähe.» Dies klang ebenfalls am Rande der Aufrichtefeier an. Manfred Meury lobte die Stadt Rheinfelden für «kooperative Zusammenarbeit».