Laufenburg

Das Wehr des Kraftwerks ist ab Mai für die Öffentlichkeit zugänglich

Noch ist das Tor zum Wehr geschlossen: Kraftwerk Laufenburg. – Foto: chr

Noch ist das Tor zum Wehr geschlossen: Kraftwerk Laufenburg. – Foto: chr

Ein neuer, attraktiver Rheinübergang wird im Mai in Laufenburg eröffnet. Dabei handelt es sich um das Wehr des Kraftwerks. Dafür investiert die Energiedienst Holding AG rund eine halbe Million Euro.

Im März beginnt die Energiedienst Holding AG im Kraftwerk Laufenburg mit den Bauarbeiten für den neuen Rheinübergang, das heisst, die öffentliche Begehbarmachung des Wehrs. Der Übergang soll am Mittwoch, 14. Mai, offiziell eröffnet werden, wie von Energiedienst-Sprecher Alexander Lennemann zu erfahren war.

An jenem Datum jährt sich übrigens zum 100. Mal der Tag, an dem das Kraftwerk Laufenburg erstmals Strom produzierte. Aus diesem Anlass macht Energiedienst den grenzüberschreitenden Übergang den beiden Laufenburg zum Geschenk. Der für die Publikumsöffnung notwendige Umbau des kostet rund eine halbe Million Euro und wird von der Energiedienst Holding AG mit Sitz in Laufenburg getragen.

Familientag am Samstag, 17. Mai

Gefeiert wird die Inbetriebnahme des Kraftwerks Laufenburg vor 100 Jahren auch mit einem Familientag am Samstag, 17. Mai. Ein besonderes Augenmerk werde bei der Jubiläumsfeier der Elektromobilität gelten, verheisst Alexander Lennemann.

«Wir werden aber auch das Kraftwerk öffnen, damit sich dort jedermann beispielsweise die Turbinen ansehen kann.» Der Maschinenbesatz wurde ja seit 1914 mehrfach modernisiert; seit 1994 arbeiten im Kraftwerk 10 moderne Straflo-Turbinen und produzieren aus der Kraft des Wassers jährlich etwa 700 Millionen Kilowattstunden Strom.

Ein grenzüberschreitender Fussweg

Das Wehr des Kraftwerks Laufenburg war bisher für die Allgemeinheit nicht zugänglich. Mit seiner Öffnung bieten sich im wahrsten Sinne des Wortes neue Aussichten. Der Rheinübergang beim Kraftwerk wird Teil der sogenannten Laufenburger Acht sein, eines grenzüberschreitenden Fusswegs entlang des deutschen und des Schweizer Rheinufers in Form einer Doppelschleife mit weiteren Übergängen an der alten Laufenbrücke und der neuen Hochrheinbrücke.

Laufenburg wird dann der einzige Ort am Rhein sein, an dem auf einer Länge von zweieinhalb Kilometern nicht nur dreimal der Fluss überquert, sondern auch in ein anderes Land gewechselt werden kann. Der Laufenburger Bürgermeister Ulrich Krieger meinte deshalb: «Mit der Öffnung des Wehrübergangs erfüllt sich für die Laufenburger ein langgehegter Wunsch. Ich bin mir sicher, dass der neue Wehrübergang von den Einheimischen wie auch den Touristen mit Freude angenommen wird.»

Noch fehlt ein Teilstück des Uferweges

Die Stadt Laufenburg Baden hat dieses Jahr 10 000 Euro für die Planung eines Uferweges zwischen der Laufenbrücke in der Altstadt und dem Kraftwerk vorgesehen. Die Erstellung des Wegstücks würde jedoch mehrere hunderttausend Euro erfordern und ist deshalb für dieses Jahr nicht zu erwarten.

Bis der neue Uferweg kommt, wird nun die Laufenburger Acht über die Bahnhofsstrasse und im Ortsteil Rhina entlang der Zimmermann- und der Säckingerstrasse führen. (sk/az)

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