Fricktal

«Das war ein perfekter Winter»: Sportgeschäfte ziehen positive Bilanz – Enttäuschung bei Skilift

Das Fazit fällt kurz und deutlich aus: «Das war ein perfekter Winter», sagt Daniel Waldmeier vom Sportgeschäft Wernli in Frick. Der starke Schneefall anfang Januar und die guten Wetterbedingungen in den Bergen, die Skiferien und Skilager, die kalten Temperaturen im Flachland – all das kurbelte das Geschäft in den Sportläden an. Eine «gute vierstellige» Zahl an Vermietungen konnte Waldmeier in dieser Saison verzeichnen – «das ist ein guter Wert», sagt er. «Wir sind zufrieden.»

So tönt es auch in anderen Sportgeschäften in der Region. Etwa beim «Longo Sport» in Möhlin. «Es war für uns eines der besten Jahre», sagt Inhaber Rolf Weidmann. Und auch jetzt noch, nach den Sportferien, sei die Nachfrage nach Mietskis da. «Es gibt mittlerweile viele Leute, die gerne vor oder nach den Schulferien Skifahren gehen», hat Weidmann festgestellt. «Einerseits hat es dann weniger Leute auf der Piste, andererseits machen die Skigebiete und Hotels in dieser Zeit gute Angebote.»

Wermutstropfen in Wegenstetten

Auch Regina Senn vom «Schreiber Sport» in Wegenstetten zieht ein positives Fazit über die Wintersaison. «Vor allem der Januar und der Februar liefen sehr gut», sagt sie. Allerdings war es für Senn ein Winter mit einem Wermutstropfen: Der Skilift Föhrlimatt in Wegenstetten konnte kein einziges Mal in Betrieb genommen werden. Das hat Senn in ihrem Sportgeschäft gespürt. «Wenn der Skilift läuft, haben wir viele Kunden, die spontan vorbeikommen, um ein paar Ski für den Tag zu mieten oder ein fehlendes Ausrüstungsteil zu kaufen – etwa einen Helm, eine Skibrille oder Handschuhe», sagt sie. Das fiel in diesem Winter komplett weg.

Immer fehlten ein paar Zentimeter Schnee oder das richtige Timing, um die Piste zu präparieren. «Im Fokus stehen bei uns der Mittwochnachmittag und die Wochenenden», sagt Stefan Schreiber vom Turnverein Wegenstetten, der den Lift betreibt. «Es hat aber einfach nie gepasst.» Und das nun schon im zweiten Jahr in Folge – ein Novum: Zwei Saisons ohne einen einzigen Skitag gab es zuvor noch nie in den mittlerweile fast 50 Jahren, in denen es den elektrisch betriebenen Skilift gibt. «Das ist natürlich schade», sagt Schreiber. Unterkriegen lassen wollen sich die Wegenstetter deswegen aber nicht. Der Verein hat für den Skilift eine neue Betriebsbewilligung eingeholt. Sie ist für fünf Jahre gültig. Fällt im kommenden Winter also genug Schnee, wird die Piste endlich wieder präpariert. «Da können Sie sich sicher sein», sagt Schreiber mit einem Lachen.

Saisonschluss in Rheinfelden

Der Skilift wird nun in den kommenden Wochen abgebaut. Genau so wie die Kunsteisbahn in Rheinfelden. Die Saison ist seit dem letzten Sonntag beendet. «Es war eine tolle Saison», bilanziert Alexandra Messerli, Assistentin der Geschäftsleitung der Kuba Rheinfelden. Neben privaten Eisläufern hätten auch viele Schulklassen und Vereine die Kunsteisbahn besucht. «Wir waren oft ausgebucht», sagt Messerli. Das Eisfeld wird nun noch für das letzte Playoff-Spiel des EHC heute Abend stehen gelassen. Die Angestellten haben derweil schon mit den Vorbereitungen für die Badi-Saison begonnen.

Auch im Sportgeschäft Wernli Sport in Frick schwenkt der Fokus in Richtung Frühling. Einerseits bringen die Kunden in den nächsten Wochen zwar noch die gemietete Skiausrüstung zurück, die dann gereinigt und aufbereitet werden muss. Andererseits startet aber auch das Frühlingsgeschäft, etwa bei den Velos. «Der Verkauf ist bereits gut angelaufen», sagt Waldmeier. Gerade an den schönen Tagen sei eine steigende Nachfrage feststellbar.

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Autor

Nadine Böni

Nadine Böni

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