Wallbach

Das Wallbacher Gotteshaus wurde in einer ökumenischen Feier getauft

Gemeindeleiter Markus Bläsi, Pfarrer Hermann Kolly, Pastoralassistent Berthold Kessler, Pfarrer Marc Zöllner und Pfarrer Eugen Herzog (v.l.) im Gottesdienst.

Gemeindeleiter Markus Bläsi, Pfarrer Hermann Kolly, Pastoralassistent Berthold Kessler, Pfarrer Marc Zöllner und Pfarrer Eugen Herzog (v.l.) im Gottesdienst.

Die Renovation der Kirche St. Sebastian in Wallbach ist abgeschlossen. Gestern wurde sie wieder eingesegnet.

Nach rund einem halben Jahr Bauzeit wurde gestern die renovierte Pfarrkirche St. Sebastian neu eingesegnet. Zahlreiche Gläubige besuchten den Gottesdienst. Zahlreich waren auch die Pfarrer, die am gestrigen Sonntag gemeinsam in die erneuerte Wallbacher Kirche eintraten: Gemeindeleiter Markus Bläsi und Hermann Kolly vom römisch-katholischen Seelsorgeverband Fischingertal, Marc Zöllner von der reformierten Kirchengemeinde Stein und Umgebung, Eugen Herzog, christkatholischer pensionierter Pfarrer aus Möhlin und Berthold Kessler, Pastoralassistent vom Seelsorgeverband Eiken-Stein. Auch musikalisch war das Aufgebot eindrucksvoll: Der christkatholische Kirchenchor Obermumpf/Wall- bach und der römisch-katholische Kirchenchor Wallbach sangen gemeinsam.

Offene Ökumene

Zöllner sprach zu Beginn des Gottesdienstes von «guter und offener Ökumene», die in Wallbach gepflegt werde. Sei der Ritus der Wiedereinsegnung einer Kirche nach der Renovation den Reformierten eher fremd, erinnere er doch an das Sakrament der Taufe, das die Konfessionen miteinander verbinde. «Die Taufe ist ein Zeichen dafür, dass wir alle Kinder Gottes sind», sagte Zöllner. Kolly nahm anschliessend die Wiedereinsegnung der Wallbacher Kirche als Sakralraum vor und erinnerte an deren Bau vor 43 Jahren. «Die renovierte Pfarrkirche muss ein Ort der Begegnung und der Geborgenheit sein», sagte der Pfarrer. «Kirche muss beweglich und wandelbar bleiben», unterstrich Zöllner. Dass die Katholiken einen so besonderen Tag wie die Wiedereinsegnung ihrer Kirche gemeinsam mit anderen christlichen Kirchen feierten, sei ein besonderes Zeichen und vor wenigen Jahrzehnten noch undenkbar. Eine Eucharistiefeier mit Ausgabe der Kommunion war der Gottesdienst in Wallbach aber dann doch nicht. Nach der Kollekte zugunsten von Flüchtlingen im Nordirak strömten die Gläubigen auf den Kirchenvorplatz, wo die Musikgesellschaft Wallbach spielte. Der Apéro fand des unbeständigen Wetters wegen im Gemeindesaal im Untergeschoss statt. Dort haben die römisch-katholischen Gläubigen in dem halben Jahr der Renovation ihre Gottesdienste abgehalten, während oben die Arbeiter tätig waren.

Diese erneuerten die Fussböden, vergrösserten das Podest rund um den Altar und strichen die Wände neu. Modernisiert wurden auch Elektrik und Beleuchtung. Die Kirchenbänke wurden vor Ort abgeschliffen und neu lackiert. Nicht unumstritten war laut Marion Bussinger, Präsidentin der Kirchenpflege, der Austausch von Bänken zugunsten von Stühlen im Mittelteil der Kirche. Hintergrund war der Wunsch nach mehr Flexibilität in der Sitzgestaltung der Pfarrkirche. Doch Meinungsunterschiede spielten bei der Wiedereinsegnung keine Rolle mehr. Alle waren glücklich, die Kirche wieder in Empfang nehmen zu können.

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