Fricktal
Das Tauwetter hält an - der Pegel bei Rheinfelden steigt

Im Fricktal frisst das Tauwetter Löcher in die Schneedecke und es lässt das Eis schmelzen. Der Pegelstand des Rheins steigt stetig an - und auch in den nächsten Tagen wird es regnerisch bleiben.

Walter Christen
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Die Pegelmessstation bei Rheinfelden überwacht den Wasserstand des Rheins

Die Pegelmessstation bei Rheinfelden überwacht den Wasserstand des Rheins

Walter Christen

Laut Wetterprognosen bleibt es in den nächsten Tagen in der Region regnerisch und die Temperaturen sinken nicht unter den Gefrierpunkt. Von seiner Lage her liegt insbesondere das Fricktal im Einflussbereich von milder Luft.

Durch den Regen und die Schneeschmelze besteht mässige Hochwassergefahr im Jura und an der. Aufgrund der prognostizierten Niederschläge, in Kombination mit flächiger Schneeschmelze, steigen die Flusspegel verbreitet weiter an. Vereinzelt können kleinere und mittlere Flüsse die Gefahrenstufe 2 im Verlaufe des heutigen Montags erreichen. Für die Aare - unterhalb des Bielersees - wird für heute Nachmittag die Gefahrenstufe 2 vorausgesagt. Denn das umfangreiche und kräftige Tiefdruckgebiet mit Zentrum über Schottland führt mit einer starken Westströmung weiterhin feuchte und milde Luft zur Alpennordseite. Dabei fällt immer wieder Niederschlag in den westlichen Alpen und über dem Jura.

Pegel ist um 2 Meter gestiegen

Bei Rheinfelden ist der Pegel des Rheins von Freitag bis heute Morgen um fast 2 Meter gestiegen. Die Wasserabflussmenge hat sich im selben Zeitraum von ziemlich genau 1000 Kubikmetern pro Sekunde auf über 1900 Kubikmeter schon beinahe verdoppelt. Die Temperatur bei der Messstelle Rheinfelden bewegt sich seit Mitte voriger Woche um plus/minus 6 Grad Celsius.

Das andauernde Tauwetter hat die Schneedecke inzwischen über ein breites Höhenband durchfeuchtet und zu grossflächig einsetzender Schneeschmelze geführt. Diese wird infolge einer weiterhin hochliegenden Schneefallgrenze durch wiederholte Regenfälle verstärkt. In den tieferen Lagen unterhalb von 500 Metern sind derzeit bereits grössere Flächen schneefrei. Das bedeutet auch, dass die Böden vielerorts wassergesättigt sind.

Die Kombination aus Regen und Tauwetter führte insbesondere an den kleineren und mittleren Fliessgewässern zu einem deutlichen Anstieg der Pegel, Vereinzelt können kleinere und mittlere Flüsse die Gefahrenstufe 2 erreichen. Wie es in einer Mitteilung des Bundesamts für Umwelt (BAFU) heisst, wird der Rhein, insbesondere unterhalb der Aare-Mündung, weiter ansteigen. Die aktuellen Prognosen zeigen den Durchgang der Abflussspitze für den Rhein bei Rheinfelden heute Montagabend.

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