Zeiningen
Das Sisslerfeld bleibt der Dauerbrenner der Fricktaler Wirtschaftsentwicklung

Der Fricktal Regio Planungsverband möchte auch 2014 seine Grundlagenarbeit fortsetzen. Dazu gehört auch die Entwicklung eines Gesamtkonzepts für sanften Tourismus und Naherholung im Fricktal.

Peter Rombach
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Das Sisslerfeld mit dem Industriegebiet, im Vordergrund ein Münchwiler Wohnquartier

Das Sisslerfeld mit dem Industriegebiet, im Vordergrund ein Münchwiler Wohnquartier

Aargauer Zeitung

Der Fricktal Regio Planungsverband, dem 35 Gemeinden angehören, steuert erfolgreichen Kurs, wie aus den Jahresberichten 2012 hervorgeht. Sie wurden an der Abgeordnetenversammlung in der Aula des Schulhauses Brugglismatt einstimmig genehmigt.

Die vom Vorstand formulierten Jahresziele 2014 fanden Akzeptanz, worüber sich Präsident Hansueli Bühler natürlich freute.

Ein Blick auf den bedeutenden Wirtschaftssektor zeigt, dass das Fricktal als Industrie- und Gewerbestandort weiter gestärkt werden muss, wobei der Dauerbrenner «Arealentwicklung Sisslerfeld» auch künftig auf der Agenda bleibt.

«Ziel ist es, das Sisslerfeld zu einem international attraktiven Industriestandort für die Ansiedlung von Grossprojekten mit hoher Wertschöpfung und attraktiven Arbeitsplätzen zu entwickeln», so die klare Verbandsposition. Vergessen bleibt keinesfalls, die KMU-Betriebe gut zu positionieren und somit auch kleineren, ländlich strukturierten Gemeinden diverse Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten.

Regula Ruetz, Direktorin von Metrobasel, referiert an der Abgeordnetenversammlung des Fricktal Regio Planungsverbandes.

Regula Ruetz, Direktorin von Metrobasel, referiert an der Abgeordnetenversammlung des Fricktal Regio Planungsverbandes.

Sanfter Tourismus im Fricktal

Der Vorstand kündigte an, 2014 ein Gesamtkonzept für sanften Tourismus und Naherholung im Fricktal zu erarbeiten, die Projektplanung «Langzeitpflege und Altersbetreuung» fortzuführen und die Aktivitäten der Energiestädte künftig optimaler zu koordinieren.

Präsident Hansueli Bühler: «Die Fricktalkonferenz ist eine wichtige Plattform zur Umsetzung der Fricktal-Strategie und findet am 17. Januar 2014 statt.» Das 20. Gemeindeseminar ist dann für 15. und 16. Januar geplant.

Das Wirtschaftsforum als renommierter Treffpunkt von Wirtschaft und Politik möchte Bühler beibehalten und im Sinne von Standortmarketing die Zusammenarbeit mit Basel Area und Aargau Services verstärken. Ein Mobilitätsmanagement in Zusammenarbeit mit Betrieben und Institutionen soll den öffentlichen Verkehr fördern.

Das einstimmig genehmigte Budget 2014 weist ein Volumen von total 287 000 Franken aus; es basiert auf einem Gemeindebeitrag von unverändert Fr. 2.80 pro Gemeindeeinwohner. Für das neue Projekt «Hochstammbörse» wurden zusätzlich 7500 Franken ausgewiesen. Das Wirtschaftsforum lässt sich der Verband 15 000 Franken kosten, die Aktion sauberes Fricktal erfordert 12 000 Franken und 25 000 Franken gehen als Mitgliedsbeitrag an Metrobasel.

Von dieser Organisation kam Direktorin Regula Ruetz, um die vielfältigen Verflechtungen in der Metropolitanregion Basel zu erläutern, wozu auch Teile das Oberelsass und der südbadische Landkreis Lörrach gehören. Sie legte deutliche Plädoyers für grenzüberschreitende Zusammenarbeit ab und verlangte optimale Rahmenbedingungen», um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und qualifizierte Arbeitskräfte zu bekommen.

Metrobasel sei einwichtiger Partner für die Unterregionen, um in Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten und Begleitgruppen Studien vorzunehmen, betonte Direktorin Ruetz und empfahl, sich für Projektbegleitungen zu interessieren.