Fricktal

Das Sebastiani-Lied kommt dieses Jahr vom Tonträger

Das Brunnensingen fällt dieses Jahr aus. (Archivbild)

Das Brunnensingen fällt dieses Jahr aus. (Archivbild)

Das traditionelle Brunnensingen der Sebastiani-Bruderschaft fällt dieses Jahr wegen Corona aus. Das heisst es in einer Mitteilung der christkatholischen Kirchgemeinde.

Jedes Jahr an Heiligabend holen die zwölf Männer der Sebastiani-Bruderschaft die Pestlaterne in der Stadtkirche St.Martin und ziehen damit von Brunnen zu Brunnen durch die verdunkelte Altstadt. Bei den Brunnen stimmen die ganz in schwarz gekleideten Männer jeweils ihr Weihnachtslied an. Die Bruderschaft entstand 1541 zur Zeit der mittelalterlichen Seuchenzüge der Pest in Europa.

«Heute wird die gesamte Welt von einer Pandemie heimgesucht. Alle Länder versuchen, die Ausbreitung der Infektion zu bremsen und damit zusätzliche Krankheits- und Todesfälle zu vermeiden», heisst es in der Mitteilung der Kirchgemeinde weiter. «Die Tradition des Brunnensingens muss deshalb, entsprechend den Vorgaben des Bundesrates, zu aller Bedauern ausfallen.» Auch 1918, zur Zeit der «Spanischen Grippe», habe das Brunnensingen nicht stattfinden können.

Die Anlässe vom Silvesterabend – das Orgelkonzert in der Stadtkirche und das Brunnensingen der Sebastiani-Bruderschaft mit dem Neujahrslied – können aus demselben Grund nicht durchgeführt werden.

Der Gottesdienst in der Kirche findet statt

An Heiligabend wird um 22 Uhr aber eine Christnachtfeier in der Rheinfelder Stadtkirche St.Martin stattfinden, an der die Sebastiani-Bruderschaft teilnimmt. Am Schluss des Gottesdienstes wird das Sebastiani- Weihnachtslied einmalig von einem Tonträger abgespielt. Auf die Kommunion und auf den Gemeindegesang hingegen muss gemäss geltenden Vorgaben verzichtet werden.

Da höchstens 50 Besucher zugelassen sind, ist für die Christnachtfeier eine Anmeldung erforderlich. Diese ist per Mail an die Adresse rheinfelden@christkatholisch.ch möglich. Der Gottesdienst wird per Livestream übertragen und kann unter anderem auf der Website von «Rheinfelden live» mitverfolgt werden. (az)

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