Rheinfelden
Das Rheinufer soll zur grün-blauen Stadtmitte der beiden Rheinfelden werden

Erstmals steigen die beiden Rheinfelden gemeinsam beim deutschen Wettbewerb Entente Florale in Rennen. Die Schwesterstädte planen einen bunten Strauss von Aktivitäten.

Stefan Gyr
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Der Rhein mit dem Inseli steht im Mittelpunkt der grenzüberschreitenden Aktivitäten der beiden Rheinfelden. Geplant ist etwa ein Rhein-Erlebnistag am 29. Juni. ach (Archiv)

Der Rhein mit dem Inseli steht im Mittelpunkt der grenzüberschreitenden Aktivitäten der beiden Rheinfelden. Geplant ist etwa ein Rhein-Erlebnistag am 29. Juni. ach (Archiv)

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«Rheinfelden floriert»: So lautet das gemeinsame Motto der beiden Rheinfelden in diesem Jahr. Erstmals gehen die beiden Schwesterstädte gemeinsam beim deutschen Wettbewerb Entente Florale an den Start.

An einer Auftaktveranstaltung trafen sich am Dienstagabend rund 100 Akteure aus beiden Städten im Bürgersaal des badischen Rheinfelden, um ihre Aktivitäten für das Stadtgrün, den Naturschutz, die Artenvielfalt, Gartenkultur und die Umweltbildung vorzustellen.

Die Beiträge bewiesen: Die Aktion wird mehr als einfach nur eine Blümchenschau. Da bauen Kinder Bienenhotels und betreuen Biotope, dort werden Streuobstwiesen mit Nisthilfen für die Vogelwelt gepflegt und Kräuterwanderungen unternommen oder Wochenstuben der Grossen Mausohren besichtigt. In Familiengärten werden Lebensräume für Wildbienen und Schmetterlinge geschaffen, und Künstler legen sogar einen Glasgarten an.

Auch privates Grün wird bewertet

Die Entente Florale lebe auch vom bürgerschaftlichen Engagement, erklärte Ursula Philipps, Projektleiterin im badischen Rheinfelden. Denn bewertet werde nicht nur das städtische, sondern auch das gewerbliche und private Grün.

Das schweizerische Rheinfelden könne bloss unterstützend am Wettbewerb teilnehmen, weil die Schweiz kein offizielles Mitgliedsland der Entente Florale sei, sagte Daniel Vulliamy, Projektleiter in der aargauischen Schwesterstadt. Für sie biete sich damit aber die Chance, im Stadtmarketing und in der Stadtentwicklung einen Schritt voran zu kommen.

Als räumlicher Schwerpunkt der Aktivitäten ist das Rheinufer mit dem Rundweg und den angrenzenden Parks und Grünflächen vorgesehen, wie Philipps weiter ausführte. Das Rheinufer solle sich zur gemeinsamen grün-blauen Stadtmitte entwickeln.

Das vertiefte Verständnis für die wertvollen und attraktiven Grünräume beidseits des Rheins stärke die gemeinsame Identität der beiden Rheinfelden. So ist neben verschiedenen gemeinsam organisierten Führungen ein Rhein-Erlebnistag am 29. Juni geplant.

Schon 2011 Gold gewonnen

Das badische Rheinfelden beteiligte sich bereits 2011 an der Entente Florale und gewann dabei die Goldmedaille. In diesem Jahr werden die Preise im August im ZDF-Fernsehgarten in Mainz verliehen. «Wird sind eine grüne Stadt», heisst es bereits in einem Leitbild von Rheinfelden, wie Oberbürgermeister Klaus Eberhardt erklärte.

In der nächsten Zeit wolle man das «kraftvoll» unter Beweis stellen und mit den schweizerischen Nachbarn gemeinsam aufblühen. Die Stadt nehme den Wettbewerb auch zum Anlass, einige in die Jahre gekommene Parks und Grünflächen einer «vertiefenden» Pflege oder Sanierung zu unterziehen.

Im Schweizer Rheinfelden sei die Anfrage der badischen Schwesterstadt auf einen fruchtbaren Boden gefallen, sagte Stadtammann Franco Mazzi. Die Aargauer Stadt verfüge über zahlreiche Erholungsräume in der Nähe des Siedlungsgebiets. Vom 16 Quadratkilometer grossen Gemeindebann seien 80 Prozent grün.