Laufenburg

Das Rheinstädtchen avanciert zum Monopoly-Star

Laufenburg ist auf dem Cover der Aargau-Edition.

Laufenburg ist schön. So sehen es auch die Macher des Spieleklassikers und zieren das Cover der neu lancierten Aargau Edition mit dem Städtchen.

Laufenburg kommt ganz gross heraus: Das Fricktaler Städtchen ziert das Cover der neuen Aargau-Edition des Spieleklassikers Monopoly. Im Handel erhältlich ist das Spiel ab dem 29. Oktober. Für die ersten drei Wochen haben sich «Manor» und die «Spielstatt» in Aarau die alleinigen Verkaufsrechte gesichert, danach ist der Verkauf frei – wenn es dann noch Exemplare hat.

2000 Exemplare der Aargau-Edition bringt die Liechtensteiner Spielagentur Unique Gaming Partners, die bereits rund 30 Regionaleditionen von Monopoly herausgegeben hat, in der ersten Auflage in den Verkauf. «Obwohl wir die Startauflage jedes Mal erhöhen, sind die Spiele meist innert wenigen Wochen vergriffen», sagt Geschäftsführer André Tschumper.

Er ist auch zuversichtlich, dass die Aargau-Edition ein Renner sein wird. Den Termin jedenfalls haben die Spielemacher perfekt gewählt – gerade rechtzeitig vor dem Start des Weihnachtsgeschäftes. Die regionalen Editionen seien beliebte Geschenke, weiss Tschumper. «Gerade auch, weil es ein etwas anderes Geschenk ist, eines mit einem hohen emotionalen Wert.»

Bei diesem Titelbild kein Wunder, denkt sich der Fricktaler. Denn das Bild rückt Laufenburg ins beste Licht und verleiht dem Städtchen – und damit dem Spiel – eine mystische und geheimnisvolle Note. Dass es just Laufenburg auf das Cover des Spiels geschafft hat, ist auch etwas Zufall, sagt Tschumper.

«Was wir auf ein Cover rücken, hängt immer auch vom Bildmaterial ab.» Bei der Aargau-Edition kam hinzu, dass es eine Aarau-Edition bereits gibt – «und das wäre dann wohl doch zu viel, wenn wir Aarau ein zweites Mal auf das Cover gehievt hätten.» Zumal: «Wir wollen nicht einfach das Offensichtliche und Teuerste vorne abzubilden, sondern wir wollen überraschen», so Tschumper. Das mache gerade den Reiz aus.

Kommt Laufenburg auch im Innern vor, darf man also davon ausgehen: Wo Laufenburg draufsteht, ist Laufenburg drin? Tschumper lacht. «Das muss nicht zwingend sein, aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr gross.» Mehr will er noch nicht verraten.

Ausser, dass es 22 Felder hat – aber das weiss jeder Monopolianer ja ohnehin. Und dass natürlich auch die Big Shots unter den Aargauer Kommunen gut vertreten sein werden.
5 der 22 Felder haben sich Firmen für 2500 bis 5000 Franken gekauft. Es sei aber nicht in jedem Fall offensichtlich, dass eine Firma hinter einem Feld stecke, sagt Tschumper, «denn wir wollen ja keine Werbeveranstaltung sein».

Ein Hotel am «Kaiman-See»?

Mitbestimmt, was auf dem Spiel drauf ist, haben auch die Spielbegeisterten selber. Im Frühling hatte der Spielehersteller einen Aufruf lanciert und gefragt, wie das Aargauer Monopoly aussen soll. Zahlreiche Vorschläge seien eingegangen, sagt Tschumper, und viele hätte man umsetzen können.

Auch die AZ rief im April ihre Leser dazu auf, Ideen via Facebook zu abzugeben. Über 100 Ideen und Kommentare kamen damals zusammen. Die Vielfalt der Vorschläge war breit und reichte vom Schloss Lenzburg über das Brügglifeld und die Linner Linde bis hin zum Hallwilersee. Vielleicht kann sich also bald jeder ein Hotel am Hallwilersee bauen – mit oder ohne Kaiman. Am 29. Oktober wissen wir es.

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Autor

Thomas Wehrli

Thomas Wehrli

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