Rheinfelden

Das Restaurant-Verbot trifft den Bierbrauer Feldschlösschen – die Produktion wird heruntergefahren

Die Produktion wird bei Feldschlösschen reduziert. (Archivbild)

Die Produktion wird bei Feldschlösschen reduziert. (Archivbild)

Gaby Gerber über die Massnahmen, die das Rheinfelder Unternehmen bereits getroffen hat. Klar ist: Die Volumen werden sinken.

Auch bei der Bierbrauerei Feldschlösschen in Rheinfelden hat man nicht erst am letzten Freitag, als der Bundesrat die erste Tranche der einschneidenden Massnahmen bekannt gab, Massnahmen getroffen. «Wir haben bereits früh zahlreiche Massnahmen eingeleitet», sagt Mediensprecherin Gaby Gerber. Diese seien je nach Arbeitsbereich unterschiedlich. «Wir arbeiten beispielsweise schon länger in einigen Bereichen in getrennten Schichten», so Gerber.

Wie bei der Jakob Müller AG bestehen bereits auch bei Feldschlösschen Reiseeinschränkungen, grössere Meetings werden über die Online-Tools Skype und Teams durchgeführt.

Die Brauerei Feldschlösschen in Rheinfelden.

Die Brauerei Feldschlösschen in Rheinfelden.

Home-Office wird laut Gerber bei Funktionen, welche die Arbeit von zu Hause zulassen, bereits seit vorletzter Woche praktiziert. «Sitzungen mit mehr als zehn Personen müssen vermieden werden, in der Kantine wurden verschiedene Massnahmen umgesetzt, damit die Mitarbeitenden Distanz zueinanderhalten können.»

Die Produktion läuft bei Feldschlösschen im Moment noch normal. «Da die Events abgesagt sind und die Gastronomie schon in den letzten Tagen nur noch beschränkt Gäste hatte, werden die Volumen sinken.» Dies erst recht, nachdem der Bundesrat gestern Montag ein komplettes Veranstaltungsgebot erlassen hat und die Restaurants, Bars und Unterhaltungslokale per sofort schliessen müssen.

Finanzielle Auswirkungen noch nicht abschätzbar

Feldschlösschen werde die Planung laufend anpassen müssen, sagt Gerber. Mit Lieferengpässen bei den Zulieferern rechtet der Konzern derzeit nicht. «Wir haben bei zahlreichen Artikeln Lagerbestände und könnten zur Not bei Zulieferengpässen auf das Netzwerk der Carlsberg-­Gruppe zurückgreifen», sagt Gerber.

Was diese Reduktion in der Produktion für die Mitarbeitenden heisst, wie sie in den nächsten Monaten arbeiten werden, wird aktuell diskutiert. «Diese Entscheidungen sind noch nicht gefallen», so Gerber. Man werde aber alles daran setzen, für die Mitarbeitenden in dieser Situation verträgliche Massnahmen zu finden und sie dabei auch gut zu begleiten.

Welche finanziellen Auswirkungen die Corona-Krise auf das Unternehmen haben wird, kann Gerber noch nicht abschätzen. Es sei noch zu früh für eine stichhaltige Aussage. «Wir analysieren die Situation täglich.» Bislang hat der Getränkekonzern noch kein Gesuch für Kurzarbeit eingereicht. «Auch hier analysieren wir die Situation noch», sagt Gerber.

Ihr Appell an die Bevölkerung: «Jetzt kommt es auf uns alle an. Jeder muss etwas dafür tun, dieses Virus einzudämmen», ist Gerber überzeugt. Die Massnahmen vom Bundesrat seien einschneidend, «aber richtig». Auch wenn Bier wie kein anderes Getränk ein Symbol des geselligen Miteinander sei, «müssen wir es jetzt vorübergehend zu Hause statt an der Party geniessen».

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