Das Ende einer achtjährigen Leidenszeit feiern die Bewohner des sogenannten «Pfaffenviertels» an diesem Wochenende. Ständiger Baulärm und die Verschmutzung der Gassen belasteten das Viertel eine gefühlte Ewigkeit.

«Wir wollen diese Zeit hinter uns lassen und nun mit positiven Gefühlen den Neustart zelebrieren», sagt Ruedi Berner. Er ist der Initiator des Kopfsteingassenfestes. Angefangen habe es mit der Idee, den Leuten durch verschiedene Kunstausstellungen das Quartier kulturell wieder näher zu bringen, daraus wurde dann schlussendlich ein ganzes Fest.

Ein Fest für die ganze Familie

Über zwei Tage hinweg können sich Besucher über Angebote freuen, die von Ausstellungen lokaler Künstler bis hin zu Aktivitäten wie zum Beispiel Holzhacken und Axtwerfen reichen. Konzerte am Abend von verschiedensten Interpreten und Bands stehen ebenfalls auf dem Programm.

«Unser Quartier hat so viel zu bieten und besitzt eine so eigene Identität, dass es beinahe unmöglich ist, alles in zwei Tagen zu zeigen. Es wird ein Generationen verbindendes Strassenfest, bei dem Jung und Alt auf ihre Kosten kommen», so Peter Scholer, der ebenfalls bei der Organisation sowie Ausführung des Kopfsteingassenfestes beteiligt ist.

Ebenfalls kulturübergreifend soll das Fest fungieren. Bestes Beispiel ist hierbei der tibetische Künstler Nemey Strasser, der seine Skulpturen und Bilder ausstellt. Zusätzlich wird das von ihm geführte Restaurant einen Stand bedienen und die Besucher mit tibetischen Köstlichkeiten verwöhnen.

Die Bewohner werden während des Festes auch ihre Hinterhöfe öffnen, um ein gemütliches Beisammensein zu fördern und nicht Ansässigen einen Einblick zu gewähren, der normalerweise nicht möglich ist. Am Samstagmorgen um 11 Uhr wird das Fest mit einer feierlichen Eröffnung gestartet.

Freude an jeder Ecke zu spüren

Von der Kapuzinergasse bis hin zur Kirchgasse verläuft das Areal mit seinen Attraktionen sowie den zwei grossen Festzelten, in denen Konzerte sowie Comedyauftritte stattfinden. «Sponsoren wie die Stadt Rheinfelden oder das Hotel Schützen haben bei der Realisierung dieses Projektes einen grossen Teil beigetragen», sagt Scholer.

Die Hälfte des Budgets will das OK mit den Einnahmen stemmen. «Dieser Neustart ist auch den Bewohnern und ansässigen Geschäften zu verdanken, die mit unglaublichem Enthusiasmus und Engagement bei der Sache sind.» Man merke, sagt Berner, wie wichtig ihnen das Quartier sei. «Für viele ist es seit Jahrzehnten ein Lebensraum, aber auch eine historische Kulisse, die es wert ist, wahrgenommen zu werden.»