Münchwilen
Das neue Reservoir von Münchwilen ist eröffnet worden, aber Wasser fliesst noch keines

Zur Einweihung und Besichtigung des neuen Reservoirs kamen etwa 150 Münchwilerinnen und Münchwiler in den Wald, wo das Bauwerk erstellt wurde. Noch in diesem Monat wird das Wasserreservoir in Betrieb genommen.

Walter Christen
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Gemeindeammann Willy Schürch (rechts) und Gemeinderat Roland Oeschger öffnen den symbolischen Schieber beim neuen Wasserreservoir in Münchwilen (links der Saughydrant für die Feuerwehr). – Foto: chr

Gemeindeammann Willy Schürch (rechts) und Gemeinderat Roland Oeschger öffnen den symbolischen Schieber beim neuen Wasserreservoir in Münchwilen (links der Saughydrant für die Feuerwehr). – Foto: chr

Von der baulichen Seite betrachtet ist das neue Münchwiler Wasserreservoir zwar fertiggestellt und der symbolische Schieber bereits geöffnet worden, aber Wasser fliesst noch keines durch die Leitung Richtung Dorf.

Nachdem die beiden Reservoirkammern den Druck- beziehungsweise Dichtigkeitstest bestanden haben, folgt nächstens noch der Hygienetest, wie Gemeindeammann Willy Schürch sagte: «Das heisst, an die Wasserversorgung wird das Reservoir erst im Verlaufe dieses Monats angeschlossen», so der Gemeindeammann.

Gemeindeammann Willy Schürch begrüsst die Bevölkerung zur Einweihung des neuen Wasserreservoirs
10 Bilder
Technik zur Steuerung der Reservoiranlage
Saughydrant dient der Feuerwehr im Notfall
Rohrleitungen und Schieber im Rohrkeller
Mit Wasser gefüllte Kammer des neuen Reservoirs
Im Materialdepot der Feuerwehr, das im Reservoir integriert ist
Feuerwehrkommandant Christian Winter mit Familie im Rohrkeller des Reservoirs
Besichtigung einer Kammer des neuen Reservoirs war an der Einweihungsfeier möglich
Das alte Reservoir hat bald ausgedient
Da staunt der Knabe

Gemeindeammann Willy Schürch begrüsst die Bevölkerung zur Einweihung des neuen Wasserreservoirs

Walter Christen

Spektakuläre «Inbetriebnahme»

Der Gemeindeammann sorgte an der Einweihungsfeier mit Besichtigung des neuen Bauwerks dennoch für eine spektakuläre «Inbetriebnahme» – auch wenn erst eine der beiden Reservoirkammern gefüllt war und wie erwähnt noch kein Wasser talwärts fliesst: Auf einem Podest neben dem Reservoireingang befand sich ein (nirgends angeschlossener) Schieber, an dem der Gemeindeammann und Gemeinderat Roland Oeschger drehten, wonach ein mächtiges Rauschen (aus einem Lautsprecher) ertönte.

Den Schieber hatte Willy Schürch besorgt, während sein Sohn für den Sound zuständig war. «Mit dieser symbolischen Inbetriebnahme», wie Gemeindeammann Schürch erwähnte, «möchten wir der Dorfbevölkerung zeigen, woher künftig das Brauchwasser stammt.»

Erfreulicherweise folgten rund 150 Münchwilerinnen und Münchwiler der gemeinderätlichen Einladung zur Einweihung und Besichtigung des Reservoirs. Männiglich zeigte sich erstaunt über die Dimensionen der Wasserspeicher, der mächtigen Reservoirkammern, von denen eine bereits mit Wasser gefüllt war, die andere aber betreten werden konnte.

In der Festwirtschaft durfte ein feines Essen genossen werden.

Intensiv miterlebt hat den Bau des neuen Reservoirs der für Wasser und Abwasser zuständige Gemeinderat Roland Oeschger. Von ihm erfuhr die Bevölkerung vor Ort einige Zahlen und Fakten.

Ausbau der Wasserversorgung

Die Zustandsanalyse mit Rohrnetzberechnungen ergab, dass die Münchwiler Wasserversorgung erweitert werden muss. Dies führte zum Bau des neuen und grösseren Reservoirs. 1 970 000 Franken bewilligte die Gemeindeversammlung am 25. November 2011. Spatenstich war am 11. Juni 2013.

Das neue Reservoir befindet sich auch an der Schupfarterstrasse, oberhalb des 1958 in Betrieb genommenen Wasserspeichers, auf 421,5 Metern über Meer.

Somit steht der Neubau auf gleicher Höhe, wie das Eiker Reservoir Bergerhalde. Dies ermöglicht in Zukunft den gegenseitigen Notwasseraustausch und auch einen Zusammenschluss mit der Wasserversorgung Eiken-Sisseln.

1,2 Millionen Liter Wasser gespeichert

Das Speichervolumen der beiden Kammer beträgt total 1200 Kubikmeter Wasser, also insgesamt 1,2 Millionen Liter. Die Hälfte davon ist Löschreserve.

Zu erwähnen ist, dass sich beim neuen Reservoir für die Unterbringung von Feuerwehrmaterial ein kleines Depot befindet, denn zum oberhalb des Dorfes gelegenen Sichletenhof muss notfalls eine Wasser-Transportleitung verlegt werden.

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