Münchwilen
Das neue Reservoir besteht den Drucktest und soll bald bereit sein

Nach dem Abschluss der Bauarbeiten soll das Wasserreservoir in Münchwilen Ende Winter in Betrieb genommen werden. Rund zwei Millionen kostete das Projekt. Während der Arbeiten mussten mehrere Böschungssicherungen gemacht werden.

Walter Christen
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Endspurt beim Bau des neuen Wasserreservoirs in Münchwilen: Der Eingangsbereich wurde in den letzten Tagen betoniert. chr

Endspurt beim Bau des neuen Wasserreservoirs in Münchwilen: Der Eingangsbereich wurde in den letzten Tagen betoniert. chr

Zur Verbesserung der Wasserversorgung wurde das alte Reservoir in Münchwilen durch einen rund 20 Meter höher gelegenen Neubau ersetzt. Das heisst, der wesentliche Teil der Baumeisterarbeiten ist inzwischen abgeschlossen und die beiden Reservoirkammern haben die Drucktests bestanden.

Es gibt noch diese und jene Anpassungsarbeiten auszuführen, sodass mit der endgültigen Fertigstellung beziehungsweise Inbetriebnahme des neuen Wasserreservoirs gegen Ende des Winters zu rechnen ist. So lange wird immer noch das bestehende Reservoir verwendet.

Der Spitzenverbrauch in Münchwilen liegt bei etwa 580 Kubikmetern Wasser pro Tag, und der durchschnittliche Wasserverbrauch pro Jahr beträgt 105 000 Kubikmeter.

Im November 2010 stimmte die Gemeindeversammlung dem Projektierungskredit von 55 000 Franken für das neue Reservoir zu. Im darauffolgenden Jahr hiess der Souverän den Baukredit von 1,97 Millionen Franken gut. Baubeginn war im Juni dieses Jahres.

Notwasseraustausch möglich

Wie Aufzeichnungen in den «Münchwiler Nachrichten» entnommen werden kann, steht das neue Wasserreservoir auf gleicher Höhe, wie das Eiker Reservoir Berghalde. Der zusätzliche Höhengewinn erlaubt den gegenseitigen Notwasseraustausch mit der Nachbargemeinde.

Das Speichervolumen des neuen Reservoirs beträgt rund 1200 Kubikmeter, davon stehen 600 Kubik als Löschwasserreserve zur Verfügung.

Umfangreiche Böschungssicherung

Nach den Rodungsarbeiten im Monat April und dem Spatenstich am 11. Juni war der Aushub von etwa 4000 Kubikmeter innerhalb eines Monats erledigt. Entgegen den Erwartungen des Geologen wurden die Gesteinsschichten mit zunehmender Tiefe aber nicht fester, sodass umfangreichere Böschungssicherungen ausgeführt werden mussten.

Die bestehende Reservoirleitung wurde bis zum neuen Standort verlängert. Dazu musste die Schupfarterstrasse gleich zweimal gequert werden, weshalb diese immer wieder für den Durchgangsverkehr gesperrt werden musste und übrigens in den nächsten Tagen im Bereich der Baustelle erneuert wird.

Exklusiver Blick ins neue Reservoir

Mit dem Aufstellen des Krans am 14. August begannen schliesslich die Baumeisterarbeiten. Die Bodenplatte und die Kammerwände wurden betoniert, sodann das Betriebsgebäude erstellt.

Mit den Rohbauarbeiten ging es rasch voran, sodass der Münchwiler Bevölkerung im Rahmen eines Tages der offenen Tür am 4. Oktober ein exklusiver Blick ins neue Reservoir ermöglicht werden konnte.

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