Frick

Das Miteinander im Gesundheitsbereich funktioniert

Verschiedene Fachärzte sind im Fricker Fachärztehaus angesiedelt. hcw

Verschiedene Fachärzte sind im Fricker Fachärztehaus angesiedelt. hcw

Das Gesundheitszentrum Fricktal zieht ein Jahr nach der Eröffnung des Ärztehauses eine positive Bilanz. 1013 Patienten sind allein im Zeitraum zwischen Eröffnung am 1. April 2012 und Ende Jahr im Ärztehaus behandelt worden.

Vor einem Jahr ist das Gesundheitszentrum Fricktal (GZF) mit der Gründung eines Fachärztehauses neue Wege gegangen. Jetzt zieht es positive Bilanz. 1013 Patienten sind allein im Zeitraum zwischen Eröffnung am 1. April 2012 und Ende Jahr im Ärztehaus behandelt worden.

Anneliese Seiler, CEO des Gesundheitszentrums Fricktal, ist damit mehr als zufrieden. Dies zeige, dass die Hausärzte Patienten dorthin überweisen. Dabei hätten unter ihnen anfangs Befürchtungen bestanden, es könnte durch das neue Angebot Konkurrenz entstehen.

Fachärzte, keine Grundversorgung

Klar war jedoch von Anfang an: Es wird keine medizinische Grundversorgung angeboten. Das Haus solle ausschliesslich Fachärzten vorbehalten bleiben. «Wir hatten immer darauf gewartet, dass sich Fachärzte in Frick ansiedeln, aber es kamen keine», sagt Seiler.

Also ergriff das Gesundheitszentrum vor rund zwei Jahren selbst die Initiative, debattierte die Frage des Standorts wie auch die Frage, welche Fachrichtungen im Haus angeboten werden sollen.

Klar war, dass das Gesundheitszentrum mit seinen beiden Spitälern in Laufenburg und Rheinfelden in der Fläche mehr Präsenz zeigen, näher beim Patienten sein wollte. So bot sich das verkehrstechnisch günstig gelegene Frick an.

Klar war aber auch: In den Spitälern in Laufenburg und Rheinfelden gibt es ein Profil an stationären und ambulanten Angeboten. Mit dem Fachärztehaus gilt es, diese sinnvoll zu ergänzen.

Auch personell zeigt sich das: Sind doch mit den Orthopäden Uwe Schwarz und James Bruderer sowie der Gynäkologin Ines Küpfer dort Chef-, Ober- und leitende Ärzte beider Spitäler nahezu täglich präsent.

Innenausbau nach Wunsch

Beim Rundgang durch die Räume wird augenfällig: Hier ist ein Ärztehaus aus einem Guss entstanden. Die Pläne zum Bau der Einrichtung waren rechtzeitig genug gereift, um dem Bauunternehmen gegenüber Wünsche anzuzeigen.

Der Rohbau des Gebäudes in der Mühlegasse stand zwar schon, aber beim Innenausbau konnten die neuen Mieter mitreden. Strahlensichere Wände, Türen und Fenster sowie ein Spezialboden im Röntgenzimmer beispielsweise mussten so nicht nachträglich eingezogen werden, was die Kosten reduzierte.

Zu aufwendig aber wäre es gewesen, in Frick auch die Urologie anzusiedeln, was das GZF-Management ursprünglich plante. So ist diese Fachabteilung im Spital Laufenburg geblieben.

Gemeinsame Nutzung

Auch ein Grundprinzip: Es gibt keine räumlichen Grenzen zwischen den Facharztpraxen. Behandlungs- und Untersuchungszimmer werden gemeinsam genutzt, um Leerstände zu reduzieren.

So kann der Raumbedarf in Grenzen gehalten werden - total rund 400 Quadratmeter auf zwei Etagen. Anneliese Seiler glaubt, dass der vorhandene Raum bei intelligenter Nutzung auch für weitere Praxen im Fachärztehaus ausreicht. Aber: «Die Phase der Konsolidierung geht auch nach einem Jahr Betrieb weiter. Erweiterungen planen wir momentan nicht.»

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