Laufenburg

Das lange Warten auf die Baustelle dauert schon neun Jahre

Die Baslerstrasse in Laufenburg wird saniert - die grosse Frage ist wann?

Die Baslerstrasse in Laufenburg wird saniert - die grosse Frage ist wann?

Vor neun Jahren wurde ein Kredit für die Sanierung der Baslerstrasse gesprochen. Zurzeit sind noch drei Einsprachen hängig. Auf die Kosten sollen diese keinen Einfluss haben.

Ab dem 4. Juli wird die Baslerstrasse in Laufenburg während einer Woche nur einspurig befahrbar sein. Grund dafür ist eine Baustelle. Eine kleine Baustelle: Die neuen Alterswohnungen zwischen Baslerstrassse und Bahnhofstrasse werden an den Wärmeverbund Altstadt angeschlossen (die az berichtete).

Viel grösser wird die Baustelle dereinst, wenn die Baslerstrasse saniert und ausgebaut wird. Doch wann diese Bauarbeiten beginnen, bleibt immer noch unklar. «Es ist zurzeit ganz schwierig, Prognosen zu machen», sagt Sibylle Hunziker, Leiterin der Sektion Strassen 1 beim kantonalen Baudepartement.

Prognosen gab es nämlich schon mehrere. Als die Laufenburger Stimmberechtigten in den Jahren 2007 und 2009 insgesamt Kredite in der Höhe von 5,2 Millionen Franken gesprochen hatten, ging man von einem Baustart im Jahr 2013 aus. Es folgten Einsprachen und Gespräche und der geplante Baustart verschob sich nach hinten. Mal glaubte man an einen Baubeginn 2015, dann hiess es Frühling 2016.

Warten auf Gerichtsentscheid

Und jetzt? Wann geht es los? «Es sind immer noch drei Einwendungen beim Spezialverwaltungsgericht Kausalabgaben und Enteignungen offen», erklärt Sibylle Hunziker die Verzögerungen. Die Einwendungen richten sich gegen das Landerwerbsverfahren. Dieses ist nötig, da die Strasse an verschiedenen Stellen verbreitert werden soll.

«Wir müssen den Entscheid des Gerichts abwarten, derzeit sind uns die Hände gebunden», so Hunziker. Die genaue Ausführungsplanung der Sanierungsarbeiten etwa, könne erst nach dem Entscheid des Spezialverwaltungsgerichts in Angriff genommen werden. Oder noch später. Denn: «Auch gegen diesen Entscheid sind Rechtsmittel möglich. Es gibt weitere Instanzen», erklärt Hunziker. Dass sich ein Verfahren derart in die Länge ziehe, sei unüblich, «aber es kommt eben vor».

Immerhin geht Sibylle Hunziker davon aus, dass die lange Wartezeit keinen Einfluss auf die Kosten hat. «Mehrkosten könnten höchstens durch Unterhaltsarbeiten anfallen, die wir dringend vornehmen müssen», erklärt sie. Derzeit sei ihr aber nichts dergleichen bekannt. Dennoch bekräftigt sie: «Wir möchten möglichst bald anfangen.» Noch unklar ist nicht nur der Baustart – 2017 ist nur möglich, «wenn jetzt plötzlich alles schnell geht» – sondern auch die Frage, wie der Verkehr während der Bauarbeiten geführt wird. «Das wird im Rahmen der Ausführungsplanung ausgearbeitet», so Hunziker. Dann nehme der Kanton auch Kontakt mit der Gemeinde auf, um die Arbeiten mit allfälligen anderen Baustellen in Laufenburg zu koordinieren.

Nach der Bauzeit werden sich die Stausituationen, die auf der Baslerstrasse jeweils im Feierabendverkehr auftreten, verringern, ist Hunziker überzeugt. Weniger optimistisch ist der Laufenburger Stadtammann Herbert Weiss. Er sagte bereits Ende 2015 gegenüber der az: «An der Stausituation wird sich auch nach der Realisierung des Ausbauprojektes leider nicht viel ändern.» Die Autos müssten ja weiterhin alle durch Laufenburg fahren.

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