Laufenburg
Das Kraftwerk Laufenburg läutete vor 100 Jahren die Industrialisierung ein

Die Industrialisierung von Laufenburg ist ein Jahr lang Thema im Museum Schiff: „Von Menschen und Maschinen – Zur Industrialisierung der beiden Laufenburg“ lautet der Titel der neuen Wechselausstellung. Die Vernissage wird am Samstag durchgeführt.

Walter Christen
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Schleifscheiben aus Laufenburger Produktion
12 Bilder
Sie haben in der Ausstellungsgruppe mitgewirkt: Museumsvereins-Präsident Hannes Burger (links) und Alois Schmelzer
Geschirr aus Laufenburger Produktion
Volle Auftragsbücher, unten, bedeuteten einen reich gedeckten Tisch, oben
Im Museum Schiff ist die Industrialisierung von Laufenburg Thema einer Ausstellung
Ausstellungsmacher Alois Schmelzer mit dem Poträt von Firmengründer Tritschler aus Laufenburg
Das bleibt übrig, wenn die Teile ausgestanzt sind
Das Relief des Firmengründers Josef Erne, Laufenburg, hängt auch im Museum Schiff
Ausschnitt aus den Papieren eines Laufenburger Betriebsbüros
Bekannt aus praktisch jedem Schulhaus und jeder Turnhalle von früher ist diese Toilettenschüssel aus der Produktion der Laufenburger Kera-Werke AG
Ausstellungsecke über die Firma H.C. Starck im Laufenburger Museum Schiff.
Einzelne Bestandteile aus einer Fabrik in Laufenburg

Schleifscheiben aus Laufenburger Produktion

Walter Christen

In Laufenburg trieben früher Wasserräder an den verschiedenen Wuhren die Hammerschmieden und die Mühlen an. Dann folgten Dampfmaschinen, und mit dem Kraftwerkbau von 1909 bis 1914 begann das elektrifizierte Industriezeitalter. Weil es am Anfang noch nicht möglich war, den Strom über weite Distanzen zu transportieren, siedelten sich im Städtchen auf beiden Seiten des Rheins Unternehmen an, die zum Teil heute noch bestehen oder in einer Nachfolgefirma aufgegangen sind.

Der Erste Weltkrieg hemmte jedoch die industrielle Entwicklung empfindlich. Dennoch war Laufenburg zum wichtigen Industriestandort geworden mit Textil-, Keramik-, Metall- und Holzverarbeitungsbetrieben sowie dem Druckerei- und Baugewerbe.

Zahlreiche Original-Exponate

Alles in allem also eine sehr interessante Epoche, welcher die neue Wechselausstellung im Laufenburger Museum Schiff gewidmet ist. Den Besucherinnen und Besuchern werden in den Ausstellungsräumlichkeiten im Haus zum Schiff an der Fluhgasse zahlreiche Original-Exponate präsentiert. Der Ausstellungsgruppe mit Alois Schmelzer, Hans Köhler, Ariane Dannacher, Hannes Burger und Martin Blümcke ist es gelungen, die Zeit der epochalen Veränderung in den beiden Schwesterstädten am Hochrhein auf eindrückliche Art und Weise darzustellen.

Die Ausstellung wird vor allem auch Besucher anlocken, die sich mit dieser oder jener Firma identifizieren können. Sei es, dass sie selber dort gearbeitet haben oder dass sie Gegenstände im Haushalt benützen, die aus einheimischer Produktion stammen. Etwa Stoffe von einer der Webereien, Drucksachen aus der Druckerei, Schmirgelpapier aus der Schleifmittelfabrik, Holzgegenstände (Gartenmöbel, Balken und so weiter) aus der holzverarbeitenden Industrie und Sanitärprodukte aus der ehemaligen Keramikfabrik.

Ausstellung dauert bis zum 1. April 2013

Die Ausstellung dauert bis zum 1. April (Ostermontag) 2013 und ist wie folgt geöffnet: Mittwoch von 14 bis 16 Uhr, Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Führungen für Schulen, Vereine und Gruppen sind nach Voranmeldung auch ausserhalb der Öffnungszeiten möglich. - Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.museum-schiff.ch

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