Event
Das «Jazz Fäscht» bringt Stein zum Swingen

Das Jazz Fest geht in die neunte Auflage und hält an den musikalischen Wurzeln fest.

Dennis Kalt
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Das Berliner Ensemble Les Belles du Swing reist über Nacht mit dem Zug zum «Steiner Jazz Fäscht» an.

Das Berliner Ensemble Les Belles du Swing reist über Nacht mit dem Zug zum «Steiner Jazz Fäscht» an.

ZVG

1997, an einem Tisch im Hotel Adler in Frick: Zwei Liebhaber der beschwingten Melodien sitzen zusammen und brüten daran, ein musikalisch-kulturelles Event für die Region auf die Beine zu stellen. Dann die Idee: ein Jazz-Fest. Der Ort, an dem dieses stattfinden soll, ist schnell gefunden: «Guido Knickenberg und ich sind damals auf den Geschäftsführer des Sportcenters Bustelbach, Johannes Oehler, zugegangen und haben ihm unsere Idee präsentiert. Er war gleich Feuer und Flamme», erzählt Werner Nussbaum, der neben Knickenberg einer der beiden Geburtshelfer des Jazz-Events war.

Zwei-Jahre-Turnus

1999 ist es dann so weit: Das «Steiner Jazz Fäscht» ist geboren. «Bei der ersten Auflage haben wir 220 Tickets verkauft und das Echo war grossartig», erinnert sich Oehler. Aufgrund der tollen Resonanz beschliesst man, das Jazz-Festival im Zwei-Jahre-Turnus zu veranstalten: «Dieser Rhythmus ist bewusst gewählt. So haben wir genügend Zeit den nächsten Event zu organisieren, wenn der vorangegangene abgeschlossen ist», erklärt Nussbaum.

Mittlerweile findet bereits die neunte Auflage des Jazz-Spektakels statt. Nussbaum, Musik-Chef des Organisationskomitees, war bei der Auswahl der Künstler vor allem eines wichtig: «Sie müssen den traditionellen Jazz verkörpern. Wir wollen nicht in die Richtung des modernen Jazz gehen.» Besonders stolz ist Nussbaum darauf, dass man mit dem sechsköpfigen Berliner Ensemble Les Belles du Swing nicht nur Damen gewinnen konnte, die den französischen Swing und Jazz der Sinti bezaubernd musizieren, sondern darüber hinaus auch noch «bezaubernd aussehen».

Eröffnen wird das Jazz-Fest der Stuttgarter Pianist Harald Schwer, der durch seine «swingende und einfühlsame Spielweise» brilliert. Im Anschluss wird die siebenköpfige «Casa Loma» Jazz Band die Halle mit Arrangements im New-Orleans Stil füllen. Nach Les Belles du Swing schliesst die Old Rivertown Jazzband mit der afroamerikanischen Jazz- und Gospelsängerin Bernita Bush das Konzert.

Kosten betragen 20 000 Franken

«Wir haben bereits 300 Tickets – 70 Prozent – verkauft. Unser Budget ist gedeckt», sagt Oehler. Die Kosten für das Jazz-Fest betragen 20 000 Franken. Finanziell wird die Veranstaltung neben dem Ticketverkauf durch Sponsoren und dem Gastrobetrieb getragen. Vier Mitglieder des Kulturvereins Stein unterstützen die Veranstaltung personell. «Für Ton- und Lichttechnik müssen wir 10 000 Franken berappen und nochmals so viel für die Gage der Musiker», sagt Oehler. Nussbaum hatte bei der Zusammenstellung des musikalischen Programmes Grosses im Sinn, als er die Jazz-Legende Bill Ramsey engagieren wollte: «Ich habe mit seiner Frau telefoniert. Sie hat mir gesagt, 30 Minuten kosten 7500 Franken. Das hätte dann doch unser Budget gesprengt.»

«Steiner Jazz Fäscht»:

Freitag, 29 April, 18 Uhr, Sportcenter Bustelbach.