Fricktal

Das hat sich ausgezahlt: Gutscheine sind in der Region beliebt

In der Bäckerei Kunz in Frick werden oft Gutscheine gekauft – und eingelöst.

In der Bäckerei Kunz in Frick werden oft Gutscheine gekauft – und eingelöst.

Das Geschäft mit Gutscheinen läuft gut. Geschenkkarten bringen bei Gewerbevereinen bis zu 100 000 Franken Umsatz. Auch weitere Geschäfte aus der Region bieten Gutscheine an und erzählen von ihrem Erfolg.

Wer kennt die Situation nicht: Morgen ist die Geburtstagparty eines Freundes und man hat noch immer kein passendes Geschenk. Oft lautet die Notlösung dann: «Ich kaufe schnell einen Gutschein.» Doch werden diese Gutscheine überhaupt je eingelöst oder gehen sie in irgendeiner Schublade vergessen?

Das Gewerbe Region Frick Laufenburg (Geref) bietet eigene Gutscheine an, die bei rund 220 Mitgliedern der Bereiche Verkauf-Dienstleistungen und Bauhandwerk eingelöst werden können. Und das Geschäft läuft.

«In den letzten fünf Jahren haben wir jährlich stets Gutscheine im Wert von 70 000 bis 90 000 Franken verkauft», so Daniel Müller vom Geref. Und diese werden von den Kunden auch eingelöst. «Der Rücklauf bewegte sich immer in einer ähnlichen Höhe», so Müller.

Bewährt hat sich laut Müller, dass man seit drei Jahren auf Gutscheine im Kreditkartenformat setzt, die auf goldenem, silbernem und bronzefarbenem Papier gedruckt sind. Sie werden mit einem Umschlag verkauft, der zugleich auch als persönliche Grusskarte verwendet werden kann.

Wenige Gutscheine gehen vergessen

Unabhängig vom Geref bieten in Frick etwa die Bäckerei Kunz oder die Buchhandlung Letra Gutscheine an. Beide haben Wertgutscheine im Angebot, die Bäckerei Kunz zusätzlich noch Brunch-Gutscheine. Letztere sind laut Markus Kunz ein Renner.

«Rund die Hälfte der Brunch-Gäste zahlt mit einem Gutschein», so Kunz. Generell lasse sich sagen, dass der Rücklauf sehr hoch sei. «Unsere Gutscheine sind nummeriert, so haben wir einen sehr guten Überblick.» Maximal sieben Prozent der verkauften Gutscheine würden am Ende nicht eingelöst, so Kunz weiter.

Ganz so exakt kann Brigitte Jäggi von der Buchhandlung Letra den Rücklauf nicht beziffern. Doch auch sie sagt: «Bei uns halten sich die verkauften und die eingelösten Gutscheine in etwa die Waage.»

Aufladbare Geschenkkarten

Schwierig zu beziffern ist die Einlöse-Quote beim Grossverteiler Migros. Laut Pressesprecherin Andrea Bauer seien die wiederaufladbaren Geschenkkarten bei den Kunden sehr beliebt und der Rücklauf hoch.

Mit Zahlen belegen könne man das aber aus ablauftechnischen Gründen nicht. Bei Coop liegt der Prozentsatz der nicht eingelösten Geschenkkarten «im sehr tiefen einstelligen Bereich», wie Mediensprecher Urs Meier ausführte.

Auch in Rheinfelden setzt man seit Weihnachten 2013 auf wiederaufladbare Geschenkkarten. Diese seien bei der Kundschaft beliebt, sagt Albi Wuhrmann, Vizepräsident des Vereins Rheinfelden pro Altstadt. «Seit 2014 kaufen unsere Kunden jährlich Geschenkkarten für 70 000 bis 100 000 Franken», so Wuhrmann.

Das sei ein guter Start, aber er sei überzeugt, dass das Potenzial noch nicht ausgeschöpft sei. Rheinfelden pro Altstadt verfolgt mit den Geschenkkarten das Ziel, Kunden in die Altstadt zu locken, die sonst vielleicht nicht kämen. Es funktioniert: Nur gerade fünf bis zehn Prozent der Guthaben wurden bislang nicht eingelöst.

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