Zeihen
Das Gleis ist deformiert und die Strasse weist Risse auf

Weshalb gibt es am Bahngleis im Gebiet Lätt in Zeihen Deformationen und warum weist ein Teilstück der oberhalb des SBB-Trassees verlaufenden Strasse zahlreiche Risse auf? Diese Fragen sollen nun geklärt werden.

Walter Christen
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Leitplanke an der Lättstrasse ist weggekippt
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Grund für Gleisdeformationen wird abgeklärt
Der Bahneinschnitt Lätt bei Zeihen
Das Gleis ist deformiert und die Strasse weist Risse auf
Blick auf das Bahntrassee im Bahneinschnitt Lätt

Leitplanke an der Lättstrasse ist weggekippt

Walter Christen

Weshalb gibt es am Bahngleis im Gebiet Lätt in Zeihen Deformationen und warum weist ein Teilstück der oberhalb des SBB-Trassees verlaufenden Strasse zahlreiche Risse auf? Diese Fragen sollen nun geklärt werden. Um der Schadenursache auf den Grund zu gehen, wird vom 17. bis zum 19. Februar auf der Strasse am Bahndamm eine Sondierbohrung abgeteuft, sofern es die Witterungsverhältnisse zulassen.

Weil das Bohrgerät die ganze Strassenbreite beansprucht, wird die Lättstrasse in der erwähnten Zeit nicht befahrbar sein. Für die Anwohner ist die Zu- und Wegfahrt über die Hornusserstrasse gewährleistet.

Kernbohrung und Messung

Die Geophysikerin Davina Pollock vom beauftragten Büro CSD Ingenieure AG in Pratteln hielt gegenüber der Aargauer Zeitung auf Anfrage fest: «Die Baugrunduntersuchung wird zeigen, wie der Boden beschaffen ist. Zu diesem Zweck gibt es eine Kernbohrung. Durchgeführt wird ausserdem eine Messung mit dem Inklinometer.»

In der Geotechnik werden Inklinometermessungen vielseitig eingesetzt. Die Messmethode verwendet die weit entwickelte Neigungsmesstechnik, um die Stabilität von Bauwerken, tiefen Baugruben, aber auch von Hängen beurteilen zu können. Unter anderem ist mit dieser Methode die genaue Überwachung von potenziellen oder aktiven Rutschhängen möglich, um die Grösse und Richtung von Verschiebungen festzustellen.

«Vorerst geht es um die Bohrung und die Messung. Welche Massnahmen im Anschluss an die Auswertung des Bohrkerns und der Inklinometermessung ergriffen werden müssen, kann zum heutigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden», führte Davina Pollock weiter aus.

10 Meter Bohrtiefe vorgesehen

Die Aargauer Zeitung wollte wissen, wie weit in den Untergrund die Bohrung reichen wird: «Vorgesehen ist eine Tiefe von 10 Metern», hielt die Geophysikerin dazu fest.