Stein
Das Geschäft im «Rheinfels Park» ist gut angelaufen – nun peilt der Pächter neue Ziele an

Der Pächter vom Hotel Restaurant Rheinfeld Park in Stein zieht nach drei Monaten eine positive Bilanz. Auch der Gemeindeammann von Stein zeigt sich mit dem neuen Gastronomiebetrieb im Ort zufrieden. Der Wirt wünscht sich aber eine höhere Auslastung.

Dennis Kalt
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Markus Schwehr, Pächter Hotel Restaurant Rheinfels Park, mit Tochter Xenia.

Markus Schwehr, Pächter Hotel Restaurant Rheinfels Park, mit Tochter Xenia.

AZ

Nach drei Monaten Hotel- und Gastronomiebetrieb zieht der Pächter vom Hotel Restaurant Rheinfels Park in Stein, dessen Besitzer die Gemeinde ist, Bilanz: «Wir sind sehr zufrieden», sagt Markus Schwehr, ergänzt jedoch, dass das normale Tagesgeschäft noch ausbaufähig sei. Die Auslastungsquote der zehn Hotelzimmer mit Rheinblick liege bei rund 70 Prozent: «Wir sind auf den grossen Hotelbuchungsplattformen im Internet vertreten und erhalten über diese viel Zulauf», sagt Schwehr. An den Bewertungen sei auch abzulesen, dass die Übernachtungsgäste mit der Ausstattung und dem Service des «Rheinfels Parks» sehr zufrieden seien.

Ziel: 50 Gäste pro Tag

Eine grosse Herausforderung für Schwehr ist die unmittelbare Grenzlage: «Es gibt sicher viele Steiner, die am Wochenende über die Holzbrücke nach Bad Säckingen laufen und dort aufgrund der tieferen Preise ein Restaurant aufsuchen», erklärt der Wirt. Gegen den Preisdruck aus dem Ausland wartet Schwehr mit mehreren Strategien auf: «Wir bieten zwei vergünstigte Tagesmenüs sowie einen vergünstigten Wochen- und Pasta-Hit an.» Daneben lege man viel Wert auf ein freundliches Auftreten und offeriere auch mal einen kostenlosen Kaffee.

Hansueli Bühler, Gemeindeammann von Stein, zeigt sich mit dem neuen Gastronomiebetrieb im Ort zufrieden: «Der Pächter ist sehr engagiert und mit dem Restaurant gut in der Gemeinde angekommen.»

«Cassiopeia» hat 100 Gäste pro Tag

Im Gegensatz zum «Rheinfels Park» hat das Café Cassiopeia die Startphase hinter sich gebracht – und sich in Kaisten etabliert. «Wir haben rund 100 Gäste pro Tag. 40 davon sind Stammgäste», sagt Cassiopeia-Wirtin Denise Senn-Herzog. Dabei lief das Café, das vor rund drei Jahren eröffnete, gleich vom ersten Tag an blendend: «Bevor wir starteten, haben wir die Glasfront des Cafés mit einer grossen Plane abgedeckt und die Anwohner damit neugierig gemacht. Nichtsdestotrotz sei es nicht einfach, in einem Dorf angenommen zu werden: «Man muss freundlich sowie offen sein und sich Zeit für seine Gäste nehmen», weiss Senn-Herzog. Wichtig sei es auch, sich immer wieder etwas Neues einfallen zu lassen. So veranstaltet das Cassiopeia beispielsweise ein Frühlings- und Oktoberfest oder Leseabende.

Die Gastgeberin setzt vor allem auf Gemütlichkeit: «Wir haben Modernes mit Altem vermischt und die Räume so ausgestattet, dass sich die Gäste wie zu Hause fühlen», beschreibt Senn-Herzog. Vorteilhaft sei auch die lange Fensterfassade, die es ermöglicht, zu sehen, wer sich gerade im Café aufhält: «Viele Damen kehren dann auf ein Schwätzchen ein, wenn sie eine Bekannte entdecken», erklärt die Wirtin.

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