Fricktal

Das Fricktal könnte von den welweiten Kontakten von BaselArea profitieren

Blick Richtung Basel: Der Regierungsrat möchte eine engere Zusammenarbeit mit BaselArea.

Blick Richtung Basel: Der Regierungsrat möchte eine engere Zusammenarbeit mit BaselArea.

Der Aargau will künftig verstärkt mit dem Verein Basel Area zusammenarbeiten. Im Fricktal zeigt man sich erfreut über diese Nauausrichtung des kantonalen Standormarketings.

Der Regierungsrat beantragt beim Grossen Rat einen Rahmenkredit in der Höhe von 2,4 Millionen Franken für die Jahre 2012 bis 2015 zur Neuausrichtung des aargauischen Standortmarketings. Einer der Schwerpunkte des neuen Konzepts ist dabei eine verstärkte Zusammenarbeit mit dem Verein BaselArea .

Gerry Thönen, Geschäftsführer des Planungsverbands Fricktal Regio, zeigte sich in einer ersten Stellungnahme sehr erfreut über den regierungsrätlichen Antrag. Er selber pflege schon seit längerem gute persönliche Kontakte zu BaselArea .

Der Verein Basel Area vermarktet weltweit die Wirtschaftsregion Basel und berät Unternehmen, welche sich in der Region Basel ansiedeln möchten, und hat eigene Repräsentanten in Frankreich, China, Japan und Indien. Bis anhin, führte Gerry Thönen aus, war der Nutzen für Ansiedlungen für das Fricktal nur gering, weil das Fricktal nur zum Handkuss kam, wenn sich in den beiden Trägerkantonen Basel-Stadt und Baselland und dem Kanton Jura, der Kooperationspartner ist, keine Standorte finden liessen.

Life Sciences verbinden

Da das Fricktal aber im Bereich der Life Sciences eng mit der Region Basel verbunden ist, wünschte sich der Planungsverband Fricktal Regio schon länger eine offizielle Zusammenarbeit mit dem Verein BaselArea . Der Regierungsrat und die beigezogenen externen Experten sind nun ebenfalls zum Schluss gekommen, dass die klare industrielle Ausrichtung des Vereins BaselArea gut zur bestehenden Wirtschaftsstruktur des Fricktals passt. Zudem würden auch die mit der Hightech-Initiative anvisierten Branchen optimal abgedeckt, schreibt der Regierungsrat in einer Mitteilung.

Thomas Buchmann, Leiter des Amts für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Aargau, bestätigt diese Vorteile und meint vorausschauend: «Die Zusammenarbeit drängt sich unter den gegebenen Umständen für die Zukunft fast auf.»

Gemeinsame Vermarktung

Buchmann erläuterte weiter, dass die Gespräche mit BaselArea schon seit Längerem im Gange sind. Der Umfang der Zusammenarbeit sei mittlerweile abgesteckt und bewege sich in einem ähnlichen Rahmen wie die Zusammenarbeit zwischen Basel- Area und dem Kanton Jura. «Basel-Area wird bei einer Annahme des Antrags durch den Grossen Rat das Fricktal in seine gesamten Aktivitäten einbeziehen», so Buchmann. «Es wird eine gemeinsame Vermarktung geben.»

Vom Erstkontakt bis zur konkreten Ansiedlung sei alles möglich, Aagau Services würde jeweils bei konkreten Fragen vor Ort beigezogen. Zudem dürften auch die bestehenden guten Beziehungen von Fricktal Regio zu BaselArea das Ihre zu einer positiven Entwicklung der Zusammenarbeit beitragen.

Rund 150000 Franken pro Jahr

Für die umfassende Zusammenarbeit müsste der Kanton Aargau rund 150000 Franken jährlich an den Verein BaselArea überweisen, zu Beginn kämen noch Zusatzkosten für Drucksachen dazu. Für Buchmann wäre das gut investiertes Geld. «Die Logik der Zusammenarbeit liegt eigentlich auf der Hand.»

Dennoch schliesst er nicht aus, dass es zu politischem Widerstand kommen könnte. «Dann sind die Fricktaler Grossräte gefordert und müssen sich für den regierungsrätlichen Antrag starkmachen», betont Gerry Thönen. Die Debatte findet noch in diesem Jahr statt.

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