Unwetter
Das Fischergut in Rheinsulz stand teilweise unter Wasser

Mit vereinten Kräften räumen Hans und Murielle Stooss im Fischergut in Rheinsulz (Ortsteil Sulz, Gemeinde Laufenburg) die Spuren der verheerenden Überschwemmung vom letzten Donnerstag weg. Bereits heute Dienstag ist die Freizeitanlage wieder offen.

Walter Christen
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Zerstörte Küchengeräte
17 Bilder
Schlamm hat das Getränkelager gefüllt
Verendete Forellen
Überall brauner Schlamm und schmutziges Wasser
Kies und Geröll auf dem Parkplatz
Inventar voller Schlamm
Gut ersichtlich, wie hoch das Wasser stand
Eine vom Bach unterhöhlte Stelle im Rheinsulzer Fischergut
Die Geldwäscherei im Fischergut
Die Münz- und Notenschublade der Kasse ist mit Schmutzwasser und Schlamm gefüllt
Die Registrierkasse hat wohl ausgedient
Der Sulzerbach fliesst neben dem Haus talwärts
Der Handbesenwagen könnte selber eine Reinigung gebrauchen
Blick in die Werkstatt nach dem Hochwasser
Aussenbereich des Fischerguts unter Wasser
Braune Brühe wälzt sich durch das Fischergut in Rheinsulz
Das Fischergut Rheinsulz stand unter Wasser.

Zerstörte Küchengeräte

Murielle Stooss

Die schlimmsten Spuren der Überschwemmung sind im Fischergut in Rheinsulz inzwischen von der Besitzerfamilie, zusammen mit vielen Helfern und dem Baugeschäft Erne AG, Laufenburg, beseitigt worden: Hans und Murielle Stooss stehen für die Behebung der Schäden im Dauereinsatz.

Morgen Mittwoch bringt ein Fischzüchter aus dem Jura Forellen, denn die meisten Fische sind am Donnerstag voriger Woche beim verheerenden Hochwasser fortgeschwemmt worden, als sich der Sulzerbach in eine reissende Flut verwandelt und über das Fischergut ergossen hat.

«Der Betrieb steht nicht still, wir sind für unsere Gäste da. Deshalb geht es am Mittwoch weiter und ab Donnerstag kann im grossen Teich auch wieder geangelt werden.

Für uns ist das ein sehr wichtiger Termin, denn an Auffahrt herrscht bei uns erfahrungsgemäss viel Betrieb», war von Murielle Stooss auf einem Rundgang durch das Fischergut zu erfahren, das arg in Mitleidenschaft gezogen und in der Unwetternacht vom Donnerstag teilweise überschwemmt worden war.

«Wir sassen mit ein paar Leuten noch draussen und sahen um etwa 21 Uhr ein Gewitter mit Blitz und Donner aufziehen. Es begann zu hageln und heftig zu regnen. Kurze Zeit später kam der Bach. Innert weniger Minuten war die Flut da, die sich durch einen Teil unserer Anlage ergoss. Wasser und Schlamm drangen durch verschiedene Fenster in die Räume ein. Der Strom fiel aus, die Heizung ist kaputt und es gab kein warmes Wasser mehr. Und die Fische hat es auf alle Seiten weggeschwemmt; wie viele fangreife Forellen wir verloren haben, lässt sich noch gar nicht feststellen. Dann floss der Bach oberhalb des Hauses über den Parkplatz, der verwüstet wurde», schilderte Murielle Stooss, das Ereignis.

Tagsüber sei keine Zeit, an das Geschehen zu denken, doch nachts kämen die Bilder immer wieder hoch. «Der Schock kommt wahrscheinlich erst, wenn alles einigermassen überwunden ist», sagte sie.

Zum Glück wurde der Wohnbereich der Familie nicht tangiert, weil das Haus etwas höher steht. Aber unten stand das Wasser in den Räumen einen halben Meter oder höher, so im Aufenthaltsraum, im Fischverkauf, im Kühl- und Gefrierraum. Die Werkstatt ist auch betroffen und insbesondere der Heizungsraum. Hans Stooss meinte: «So etwas brauchen wir nicht mehr – es ist enorm, wirklich schlimm.»

Die Geschehnisse in der Gewitternacht vom 2. auf den 3. Mai haben alle betroffenen und beteiligten Personen stark gefordert, insbesondere auch die Hilfskräfte.

Patrik Weber, Kommandant der Feuerwehr Laufenburg, hielt denn auch fest: «Aufgrund der Grösse des Ereignisses war es uns von der Feuerwehr nicht möglich, allen Betroffenen sofort die benötigte Unterstützung durch Personal oder Material zu bieten. Für das von der Bevölkerung gezeigte Verständnis und den unermüdlichen Einsatz der Feuerwehrleute bedankt sich das Kommando der Feuerwehr Laufenburg recht herzlich.»

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