Hobby-Eishockey-Spieler und Schlittschuh-Läufer können im Fricktal wieder ihre Kufen anschnallen. Seit Mitte Oktober sind beide Eisflächen des Freizeitcenters Kuba in Rheinfelden präpariert. «Wir hatten schon ein wenig beim Aufziehen der Eisfläche zu kämpfen», sagt Willy Vogt, Geschäftsführer des Freizeitcenters Kuba. Da es Anfang Oktober noch Temperaturen von an die 20 Grad Celsius hatte, sei das Kühlsystem nicht mehr hinterhergekommen. «Das Eis ist förmlich weggelaufen», sagt Vogt.

Nun, mit den tieferen Temperaturen, hält das Eis nicht nur besser, auch eine konstante Besucherzahl hat sich eingestellt. Täglich ziehen 200 bis 300 Personen auf dem Eis ihre Bahnen, sagt Vogt. «An Spitzentagen in den Winterferien können es sogar bis zu 600 sein.» Bereits jetzt haben Vogt und sein Team viel Arbeit. So heisst es am Abend, die Unebenheiten aus dem Eis zu entfernen. Hierzu steht Vogt eine grosse, motorisierte Eismaschine mit einer zweieinhalb Meter langen Klinge zur Verfügung, welche die Unebenheiten aus dem Eis herausschneidet. «Für den Feinschliff wird die Eisfläche anschliessend mit Wasser beschichtet, das dann gefriert», sagt Vogt.

Wenn sich viele Menschen auf dem Eis tummelten, sei es auch wichtig, dass diese die Augen offen hielten, um Kollisionen zu vermeiden. «Deswegen achtet das Personal darauf, dass die Schlittschuhläufer immer gegen den Uhrzeigersinn fahren», sagt Vogt. Das klappe in der Regel ganz gut. «Klar, die eine oder andere Kollision hat es schon gegeben.» Passiert sei jedoch nicht Schlimmes. Wenn Hochbetrieb herrscht, sei es auch schwierig, an der Schlittschuhausgabe die Übersicht zu behalten. «Es gibt viele, die kein eigenes Paar haben und sich Schlittschuhe leihen», sagt Vogt.

Schleppteller sind bereits montiert

Während auf der Eisbahn in Rheinfelden schon so manch einer seine Runden gedreht hat, steht der Skilift am Föhrlimatt in Wegenstetten, der vom Spiel- und Turnverein (STV) betrieben wird, noch still. Die Schleppteller und die Umzäunung stehen bereits seit Anfang November und die Einsatzpläne werden dieses Wochenende gemacht, sagt Christoph Schreiber, Präsident des STV Wegenstetten. «Jetzt fehlt nur noch die wichtigste Zutat: der Schnee.»

Schreiber hofft, dass dem Verein nicht das gleiche Schicksal wie im letzten Winter widerfährt, als die Skisaison am Föhrlimatt ins Wasser fiel. «Da war die Enttäuschung schon gross», sagt er und schiebt nach: «Es wäre sonst das erste Mal, dass zwei Saisons hintereinander ausfielen.» Auch das Pistenfahrzeug, das man sich im Vorfeld der letzten Skisaison angeschafft hat, wartet noch auf seinen ersten Einsatz: «Einige Mitglieder sind ganz verrückt darauf, sich ans Steuer des Vehikels zu setzen und Gas zu geben», sagt Schreiber. Dennoch sei man sich vor jeder Saison bewusst, dass die Hänge auch grün bleiben könnten. «Dass die Parameter Niederschlag und Temperatur in einer Höhenlage von gut 500 Metern so zusammenspielen, dass der Schneefall zum Skifahren ausreicht, ist fraglicher als bei anderen Skipisten, weil sie einfach höher liegen», so Schreiber.

Die Tradition verpflichtet

Doch wie hoch ist die Motivation für den STV überhaupt, Jahr für Jahr den Lift zu ölen, die Fangnetze aufzubauen, die Schleppteller zu montieren, die Einsatzpläne zu schreiben und das Material zu warten, in Zeiten, in denen die Klimaveränderung die Schneefallgrenze immer weiter nach oben drückt? «Die Motivation liegt für uns darin, den Menschen einen Ort für ihr Hobby in der Nähe anzubieten. Dafür nehmen wir einige Stunden Arbeit gerne in Kauf – auch im Bewusstsein, dass diese Arbeit umsonst gewesen sein könnte», so Schreiber. In gewisser Weise sei man auch der Wegenstetter Skilift-Tradition verpflichtet, die vor rund 50 Jahren mit einem Pferdegespann begann.