Magden

Das Boomvalley Fricktal hütet noch einen Schatz

Teilnehmer am Wirtschaftsforum Fricktal 2012 in Magden (von links): Patrick Schnorf (Partner von Wüest & Partner), Oliver Schläfli (Leiter Qualitätssicherung, Novartis in Stein), die Moderatorin Mirjam Jauslin, Regierungsrat Urs Hofmann und Hansueli Bühler (Präsident Fricktal Regio Planungsverband).chr

Teilnehmer am Wirtschaftsforum Fricktal 2012 in Magden (von links): Patrick Schnorf (Partner von Wüest & Partner), Oliver Schläfli (Leiter Qualitätssicherung, Novartis in Stein), die Moderatorin Mirjam Jauslin, Regierungsrat Urs Hofmann und Hansueli Bühler (Präsident Fricktal Regio Planungsverband).chr

Industrieland im Fricktal ist für Firmen mit hoher Wertschöpfung zu reservieren, lautete eine Forderung am Wirtschaftsforum in Magden.

Das Fricktal, die «Perle im Aargau» und das Boomvalley schlechthin, wie am Wirtschaftsforum Fricktal 2012 in Magden mehrfach betont wurde, hütet noch einen Schatz in Form von grossen Landreserven im Sisslerfeld. Mit der sinn- und massvollen Erschliessung dieses zusammenhängenden Gebiets steht und fällt gewissermassen die künftige Weiterentwicklung der Region. Dies das Fazit des vom Planungsverband Fricktal Regio organisierten Forums mit dem Untertitel «Fricktal 2035 – Das Aargauer Boomvalley?», an dem rund 180 Vertreterinnen aus Wirtschaft, Gewerbe und Politik teilnahmen.

Alle Referenten stimmten überein, dass im Fricktal die Möglichkeit für die Ansiedlung von Industrie und Gewerbe mit hoher Wertschöpfung besteht und im Sisslerfeld die entsprechende Planung bereits aufgegleist wurde.

Das Fricktal in der Metropolregion

Regula Ruetz, Direktorin und Delegierte von Metrobasel, warf in ihrer Einführung zum Forum einen Blick in die Zukunft. Sie erläuterte aufgrund des Economic Report 2012 die Perspektiven bis 2035 für die Metropolregion Basel und spezielle für das Fricktal, das als begehrte Wirtschafts- und Wohnregion ebenfalls dazu zählt. «Nirgends sonst auf der Welt gibt es eine so starke Konzentration von hoch qualifizierten Fachleuten für die Life-Sciences-Branche, wie in der Region Basel/Fricktal. Dieser Bereich der Biowissenschaften hat also bei uns Zukunft. Somit werden die Wohnbevölkerung, aber auch die Pendlerströme stark zunehmen.»

Diese Aussagen untermauerte anschliessend Patrick Schnorf, Partner von Wüest & Partner: «Um 10000 Einwohner hat das Fricktal im Zeitraum von 2001 bis 2010 zugenommen.» Den Spitzenplatz belegte dabei Möhlin mit einem Plus von über 3500 Einwohnern, gefolgt von Rheinfelden mit knapp 2500 Neuzuzügern. Bis ins Jahr 2035 wird im Fricktal ein Zustrom von weiteren 24500 Personen erwartet, was auf die hohe Beschäftigungsdynamik zurückzuführen sei, so Patrick Schnorf.

Der Leiter der Qualitätssicherung Pharmazeutika bei Novartis in Stein, Oliver Schläfli, hielt am Podium fest, dass für ein Unternehmen und dessen Angestellte eine gut ausgebaute und zuverlässige Infrastruktur von grosser Wichtigkeit sei. Die Rahmenbedingungen seien für Novartis im Fricktal sehr gut. Immerhin geht es um die Investition von weiteren 500 Millionen Franken am Standort Stein für den Ausbau beziehungsweise die Erneuerung von Teilen des Werkes. Die Bedeutung des Produktionsstandorts und Kompetenzzentrums für sterile und feste Arzneiformen wird somit weiter gestärkt. Somit ein klares Bekenntnis des Unternehmens zum Standort Stein – trotz hoher Lohnkosten und starkem Franken.

Wertschöpfung im Vordergrund

In seinen Ausführungen über «Hightech Aargau im Boomvalley Fricktal: Der Aargau steht zu seiner Industrie», unterstrich Regierungsrat Urs Hofmann: «Wir verstehen das Fricktal nicht als Region der Logistik- und Verteilzentren. Es sollen wertschöpfungsstarke Unternehmen angesiedelt werden. Daher ist die Gestaltungsfrage der urbanen Gebiete eine wichtige und grosse Herausforderung.»

Gastgeber Hansueli Bühler, Präsident des Planungsverbandes Fricktal Regio, hielt ergänzend fest: «Ein weiterer Vorteil – nebst guten Arbeitsplätzen – sind in unserer Region die intakte Natur und Landschaft.»

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