«Es ist ein Superanlass. Alles ist nahe beisammen und übersichtlich. So macht es Spass!» meinten vier junge Turner aus Ballwil. Tatsächlich herrschte hoch über dem Mettauertal am Bergturnfest der Kreisturnverbände Fricktal und Brugg eine äusserst friedliche und fröhliche Stimmung. Selbst auf den Wettkampfplätzen, wo in den Vereinswettkämpfen immerhin einiges Prestige auf dem Spiel stand, ging es zumeist recht locker zu und her.

Die Damen des Turnvereins Wolfwil schworen sich in einem geschlossenen Kreis stehend auf die bevorstehende Gymnastikdarbietung ein und wurden von ihrer Leiterin wortreich an ihr Können erinnert. Angefeuert von ihren männlichen Kollegen und kritisch beobachtet von den Kampfrichterinnen und Kampfrichtern, legten sie denn auch eine prächtige Übung hin. Kaum hatten die Wolfwilerinnen unter dem Applaus ihrer Fans das Programm beendet, ertönte aus dem nahen Turnzelt laute, rhythmische Musik: Mit Aerobic ging es hier weiter. So folgten während des ganzen Tages Schlag auf Schlag die Darbietungen. Es war beeindruckend, wie die Rädchen, unsichtbar gelenkt, praktisch pannenfrei ineinandergriffen.

Lob für die Organisatoren

Durchwegs erhielten die Organisatoren riesige Komplimente. Begeistert äusserte sich etwa der bekannte ehemalige Behindertensportler Franz Nietlisbach über das Bergturnfest. Er «fante» zusammen mit seiner Frau Doris für den TV Zeiningen, in welchem seine Tochter mitwirkte. «Die Mettauertaler und Gansinger haben ein tolles Fest organisiert», zeigte sich Werner Fasel, Präsident der Fricktaler Turnveteranen, hocherfreut vom Gebotenen. Insgesamt nahmen 200 Turnvereine mit rund 4900 Aktiven am Bergturnfest Mettauertal/Gansingen teil.

Lohnenswert war auch ein Abstecher an das direkt neben dem Festplatz gelegene Zeltdorf. Rund 1500 Turnerinnen und Turner würden hier die Nacht verbringen, führte Stefan Weiss vom OK aus. Allerdings ist anzunehmen, dass für einen grossen Teil der Camper die Nacht eher kurz sein dürfte. Nicht immer sind es nur gewöhnliche Zelte, die man hier antraf: Zahlreiche Vereine rückten mit Wagen an, wo sie ihre Habseligkeiten untergebracht hatten, andere wiederum erstellten grosse Mannschaftszelte. Da und dort ruhten sich Turnerinnen und Turner vom Tagesstress aus und stärkten sich wohl für die bevorstehende Nacht. Und das Prachtswetter bescherte insbesondere auch den Getränke- und Glaceständen Hochbetrieb und Alleinunterhalter Benny und die «Inside Partyband» heizten die Stimmung weiter an.

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