Rheinfelden
Das Barockorchester Capriccio gastiert im Olsberger Kloster

«Musik bringt Aargauer Baudenkmäler zum Klingen» – unter diesem Motto ist das Rheinfelder Barockorchester Capriccio in der vierten Saison im Kanton Aargau zu hören. Am kommenden Sonntag in Olsberg.

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Das Barockorchester Capriccio aus Rheinfelden tritt am Sonntag in der Stiftskirche in Olsberg auf. pd

Das Barockorchester Capriccio aus Rheinfelden tritt am Sonntag in der Stiftskirche in Olsberg auf. pd

Nachdem das Ensemble Capriccio, das Rheinfelder Barockorchester, in der ersten Saison barocke Baudenkmäler bespielt hat, wurde in der folgenden Spielzeit bewusst der Kontrast gesucht, indem man barocke Musik in Räumen des 20. Jahrhunderts erklingen liess.

Voriges Jahr spielte Capriccio in bemerkenswerten Räumen des Aargauer Historismus. In der Saison 2014/2015 stehen nun die Klosterbauten im Kanton im Zentrum.

Jahrhundertelang waren die Klöster die spirituellen aber auch kulturellen Zentren. Sie waren die ersten Orte der Kulturvermittlung, und ihnen oblag die Bewahrung der kulturellen Werte in Bibliotheken und den klösterlichen Archiven. Die Klöster im heutigen Kantonsgebiet legen materielles Zeugnis von dieser mannigfaltigen Vergangenheit ab. Capriccio will von diesen «Kraftorten» aus ein Gefühl für Gegenwart und Vergangenheit, für Tradition und Aktualität, kurz: Heimat, schaffen.

Einheit von Raum und Musik

Alle Konzerte aus der Konzertreihe Aargau beginnen mit einer Einführung in den Konzertraum durch die kantonale Denkmalpflege und lassen so Raum und Musik zur Einheit werden.

Die Stiftskirche Olsberg wird im Eingangsbereich von einer grossen Orgelbühne dominiert. Im Chor bildet der Johann Scharpf zugeschriebene, satt ins Polygon gesetzte Hochaltar von 1673 eine mächtige Schauwand, deren zentrale Ölberg-Darstellung eine 1634 angefertigte Kopie des Altarbildes von Giovanni Lanfranco in der Luzerner Hofkirche ist. (pd)

Stiftskirche Olsberg, Sonntag, 21. September, 17 Uhr.