Frick
Das bald eröffnete «Piazza» ist im Dorfzentrum mehr als willkommen

Das Zentrum entlang der Hauptstrasse erfährt derzeit eine Belebung. Geht es nach der Gemeinde, ist das aber nur der Anfang.

Nadine Böni
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Im Raiffeisen-Haus eröffnet Jacqueline Thommen im Dezember das «Piazza».

Im Raiffeisen-Haus eröffnet Jacqueline Thommen im Dezember das «Piazza».

Thomas Wehrli

Im Frühling eröffnete an der Fricker Hauptstrasse die Gelateria Carpe Diem. Im Dezember geht im Gebäude der Raiffeisenbank das Café-Bistro
Piazza auf. Und ab dem kommenden Jahr sollen auch im altehrwürdigen Gasthaus Rebstock wieder Gäste bewirtet werden.

Es ist derzeit einiges los auf dem Gastroplatz Frick – zur Freude von Gemeindeammann Daniel Suter, denn: «Für die Gemeinde Frick ist das eine positive Entwicklung. Es ist eine Bereicherung und eine Erweiterung des bestehenden Angebots.»

Attraktives Gesamtpaket

Wobei Suter vor allem die Vielfältigkeit des Angebots herausstreicht. Vom Bistro über das Speiserestaurant bis hin zum Take-away-Imbiss ist in Frick derzeit alles vorhanden. «Die Angebote ergänzen sich und stehen nicht in einer direkten Konkurrenz zueinander», sagt Suter. Er ist überzeugt, dass die verschiedenen Protagonisten sogar voneinander profitieren können. «Es ist ein attraktives Gesamtpaket, das mehr Leute anziehen wird.»

Ähnlich sieht es Philipp Weiss, der gemeinsam mit Martina Welti Fricks Monti führt. Das Kino liegt nur wenige Meter vom Raiffeisen-Gebäude entfernt und bietet neben den Filmen auch einen Barbetrieb sowie Essen über Mittag und am Abend an. Vor allfälliger neuer Konkurrenz scheut sich das Monti nicht – im Gegenteil: «Wir freuen uns über jede neue Unternehmung», sagt Weiss. «Das macht Frick noch attraktiver und spannender und belebt den Markt.»

«Attraktiver» – das Wort fällt auch im Gespräch mit Franziska Bircher, Präsidentin des Vereins Gewerbe Regio Frick-Laufenburg (Geref). Auch sie freut sich über eine weitere Aufwertung des Dorfzentrums. «Es wird jetzt noch eine Spur attraktiver, als es ohnehin schon war.»

Zeichen für die Hauptstrasse

Dass es nun innerhalb von wenigen Monaten gleich zu mehreren Neu- und Wiedereröffnungen kommt, sieht Bircher nicht als Trend. «Das ist wohl vielmehr der jeweiligen Situation geschuldet.» So plante beispielsweise die Raiffeisenbank den Umbau ihres Gebäudes schon länger. Und beim «Rebstock» galt es in den vergangenen Monaten, den Kauf über die Bühne zu bringen. Nun wird ein geeigneter Pächter gesucht.

Zumindest Gemeindeammann Daniel Suter aber möchte den frischen Wind nutzen, der derzeit durch Frick weht. Schon seit einiger Zeit ist die Gemeinde im Hintergrund daran, die Zukunft der Hauptstrasse zu planen. Nur zu gerne möchte man diese auch als Begegnungszone für die Bevölkerung nutzen und dazu umgestalten. «Die derzeitige Belebung des Dorfzentrums ist ein weiteres Zeichen, dass die Hauptstrasse mehr sein kann, als ein Durchfahrtsweg für Autos», sagt Suter.