Kaisten
Das Areal Hofacher wird parkähnlich überbaut

Eine Fachjury hat ein Siegerprojekt für die Überbauung Hofacher in Kaisten ausgewählt – rund 50 Wohneinheiten sollen entstehen. Einfamilien- und Doppeleinfamilienhäuser sollen auf dem Gelände entstehen.

Marc Fischer
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Die Visualisierung zeigt die Mehrfamilienhäuser, die am Bach entstehen sollen

Die Visualisierung zeigt die Mehrfamilienhäuser, die am Bach entstehen sollen

Aargauer Zeitung

Der nächste Schritt für die Überbauung Hofacher ist getan. Eine Jury bestehend aus Architekturexperten, Vertretern des Ortsbildschutzes und Mitgliedern des Gemeinderats hat aus drei eingereichten Projekten ein Siegerprojekt ausgewählt. «Das gewählte Projekt hat deutlich obsiegt», erklärte Franziska Winter, Vizeammann, Jurymitglied und Präsidentin der Arbeitsgruppe Hofacher.

«Das Siegerprojekt gliedert den Bach sehr schön ein, ist parkähnlich gestaltet und ermöglicht alle Anforderungen, die wir seitens der Gemeinde gestellt haben.» Eingereicht hat das erkorene Projekt das Architekten-/Investoren-Team, bestehend aus Menzi Bürgler Architekten AG und Savioni Architekten GmbH aus Zürich als Architekten und Bäumlin + John AG aus Frick als Investor.

Ziel: Landverkauf an der Wintergemeinde

Finanziell vermochte das vorgelegte Siegerprojekt mit den Investoren Bäumlin + John AG auch zu überzeugen. Sie bieten der Einwohnergemeinde, die Eigentümerin des Landes ist, für das gesamte - noch nicht fein erschlossene - Landstück einen Preis von 1,728 Millionen Franken. Die Baukosten werden im eingereichten Projekt auf etwa 23 Millionen Franken geschätzt. Die nächsten Schritte zur Überbauung Hofacher sehen einerseits ein Treffen von Gemeinde und Investoren vor. Dann wird laut Vizeammann Franziska Winter ein Gestaltungsplan erstellt. Ziel sei es, an der Wintergemeindeversammlung die Vorlage zum Landverkauf zu präsentieren. Parallel dazu sollen bis zur Wintergemeinde auch die Bedürfnisse der Gemeinde konkretisiert werden. Die achtköpfige Arbeitsgruppe wird dabei unter anderem abklären, ob und inwiefern eine Beteiligung von Einwohner- oder Ortsbürgergemeinde an den entstehenden Immobilien sinnvoll ist. (mf)

«Zu 60 Prozent haben wir die architektonischen Kriterien bewertet, zu 40 Prozent spielten finanzielle Kriterien eine Rolle», erklärte Winter. Zunächst sei das Augenmerk auf die Architektur gerichtet gewesen, die Zahlen wurden erst im zweiten Schritt unter die Lupe genommen.

Anforderungen der Gemeinde

Im Rahmen der architektonischen Bewertung spielte neben der Wirkung im Gelände, der Aussenraumgestaltung und der städtebaulichen Eingliederung auch die von der Arbeitsgruppe aufgestellten Anforderungen eine grosse Rolle. So bietet das Siegerprojekt einen Gemeinschaftsraum, geeignete Räumlichkeiten für einen Spitex-Stützpunkt und altersgerechte Wohnungen. «Auch betreutes Wohnen ist im Rahmen dieses Projektes gut möglich», so Winter.

Das Gelände im Hofacher ist zweigeteilt. Ein Teil der Parzellen ist am Hang gelegen, die übrigen befinden sich rechts und links des Baches. «Diese Aufteilung ist im Siegerprojekt gut aufgenommen», freut sich die Präsidentin der Arbeitsgruppe. Am Hang sollen sieben Wohneinheiten in Massivbauweise entstehen. «Einfamilienhäuser und Doppeleinfamilienhäuser sind dort vorgesehen. Sie lehnen sich in ihrer Gestaltung an die bereits bestehenden Häuser im Quartier Lümberg an», führte die Präsidentin der Arbeitsgruppe aus.

Lichtdurchflutete Wohnungen

Am Bach dagegen entstehen fünf Kuben. «In Holz gehalten und mit Vor- und Rücksprüngen machen die Kuben einen leichten Eindruck. Zudem wird der Aussenraum parkähnlich gestaltet», so Winter weiter. In den fünf Kuben werden zwischen 40 und 45 Wohneinheiten entstehen.

Auch die Anordnung der Wohnungen hat überzeugt. «Die Wohnungen sind über Eck angeordnet und deshalb lichtdurchflutet» so Winter. Sie werden einen gehobenen Ausbaustandard aufweisen. Vorgesehen sind sowohl Miet- als auch Eigentumswohnungen. «Preislich bieten sie sich an für Senioren, die aus ihren Einfamilienhäusern in eine kleinere Wohnung umziehen möchten. Auch für junge Paare sollten sie erschwinglich sein», erklärte Winter. Beides sei in Kaisten ein Bedürfnis.