Laufenburg
Das alte Grundbuchamt wird für 5 Millionen Franken erweitert

Die Laufenburger schlagen mit ihrem Ja zu Sanierung und Erweiterung ein neues Kapital in der langen Geschichte des alten Grundbuchamtes auf.

Susanne Hörth
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Grundbuchamt Laufenburg.

Grundbuchamt Laufenburg.

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Der Applaus, der Architekt Ives Stump spontan nach seinen Ausführungen zur Sanierung und Erweiterung des Alten Grundbuchamtes erhielt, liess es bereits erahnen: Nach langer Diskussion genehmigten die Laufenburger mit 154 Ja gegen 20 Nein deutlich den Baukredit von 5 Millionen Franken. Von den insgesamt 1872 Stimmberechtigten haben deren 191 an der Gemeindeversammlung von Freitagabend teilgenommen. Die sanierte und angebaute Altstadtliegenschaft wird nach ihrer Fertigstellung vom Gemeindeverband des Bezirks Laufenburg für mindestens zehn Jahre gemietet. Die entsprechende Absichtserklärung ist bereits unterzeichnet. Ein Versammlungsteilnehmer störte sich daran, dass Laufenburg alleine für die Kosten aufkommt. Vielmehr hätten die 18 dem Verband angehörenden Gemeinden diese Summe paritätisch untereinander verteilen müssen. In den nächsten Tagen finden zwischen Stadtrat und Gemeindeverbands-Verantwortlichen die Mietverhandlungen statt. Einigt man sich nicht auf die 220 Franken Mietkosten (in der Absichtserklärung steht 190 Franken) pro Quadratmeter so wird laut Stadtrat Thomas Argast nicht gebaut.

Im Keller des Neubaus beim Alten Grundbuchamt kommt die Heizzentrale des geplanten Wärmeverbunds Altstadt zu stehen. Die 2,3 Millionen Franken für den Wärmeverbund wurden von der Versammlung nach kurzer Diskussion mit 159 Ja- gegen 11 Nein-Stimmen gutgeheissen. Eine spätere Erweiterung des Wärmeverbundes in der Altstadt ist laut Stadtrat möglich. Ja sagte die Laufenburger auch zu den 658000 Franken für den Neubau des Reservoris Brochs im Ortsteil Sulz.

Es braucht Sparmassnahmen

Auch wenn zurzeit viel in Laufenburg investiert wird, soll der Steuerfuss von 108 Prozent beibehalten werden. Darauf basiert auch das von der Versammlung genehmigte Budget 2015. Laut Finanzkommission wird der Steuerfuss von 108 Prozent aber auf die Dauer nicht ausreichen. Eine Erhöhung muss ins Auge gefasst werden. „Es braucht sehr bald spürbare Massnahmen“, so Walter Bürgler von der Finanzkommission. Mit diesen Massnahmen hat sich der Gemeinderat in einer Klausur intensiv befasst.

Entwicklungsplanung

Vizeammann Meinrad Schraner zeigte die Sofortmassnahmen der Entwicklungsplanung 2030 auf. Dazu gehört die Vermarktung der Stadthalle. Mindestens 50 Mal müsse diese pro Jahr vermietet werden. In diesem Jahr waren es bisher 34 Vermietungen. Für die Attraktivitätssteigerung und Belebung der Altstadt setzt der Stadtrat auf eine Leitnutzung. Damit wird gemischtes Wohnen (Single, Doppelverdiener, Familien und Senioren) definiert.

Bei der Arealentwicklung Axpo/EGL (beteiligt sind Laufenburg, Kaisten, Kanton Aargau, Swissgrid und Axpo) geht der Weg in Richtung eines Energieparkes für Forschung und Wirtschaft. Die Grobmachbarkeitsstudie soll im September 2015 vorliegen.

Stadtammann Herbert Weiss zeigte sich enttäuscht, dass die Nachbargemeinde Kaisten nicht mehr an einer gemeinsamen Lösung für die Elektra interessiert sei.

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